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Bahnhofsviertel: Gewerbeverein wirbt mit Adventskalender

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Von: Sabine Schramek

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Sie präsentieren den digitalen Adventskalender (v. l. n. r.): Arno Börtzler, Dominic Sauer, Nazim Alemdar, Alexander Zochowski und Fabian Annich. Foto: Enrico Sauda
Sie präsentieren den digitalen Adventskalender (v. l. n. r.): Arno Börtzler, Dominic Sauer, Nazim Alemdar, Alexander Zochowski und Fabian Annich. Foto: Enrico Sauda © Enrico Sauda

Das Adventskalender-Überraschungspaket vom Gewerbeverein Bahnhofsviertel. „Auf ins Viertel!“ ist voller Entdeckungen.

Anklicken, einloggen, fertig ist das Adventskalender-Überraschungspaket vom Gewerbeverein Bahnhofsviertel. „Auf ins Viertel!“ heißt das Motto des Gewerbevereins, dem gut 50 Läden, Bars, Hotels, Lokale, Künstler, Designerinnen, Vereine und Bewohner:innen angehören.

„Klar gibt es Probleme hier, aber meckern bringt nichts. Wir wollen Positives verbessern und fördern und Negatives verringern und fordern“, sagt Nazim Alemdar. Fordern, dass sich hier etwas ändert. Alemdar betreibt nicht nur den Yok-Yok-Kiosk, er ist auch der 1. Vorsitzende. Darum haben sie Ende Oktober zur Schnitzeljagd eingeladen, „die richtig gut angekommen ist“, so Alexander Zochowski. Mit dem Scan von QR-Codes in allen möglichen Etablissements gab es Punkte, die im Pop-up-Store „Auf ins Viertel!“ in der Taunusstraße gegen T-Shirts, Beutel und Sweatshirts eingetauscht werden konnten.

Weil die Aktion so erfolgreich war, geht es jetzt mit einem Adventskalender voller Entdeckungen weiter. Wer sich über die Website https://www.bahnhofsviertel. org/ in der Web-App https://viertel.app/ anmeldet, kann jetzt schon gucken, wo es überall hingeht, und ab dem 1. Dezember jeden Tag etwas ganz Besonderes entdecken. Einen Shot, der aufs Haus im legendären Moseleck geht, ein wahrhaftiger Nikolaus mit Geschenken, Schautöpfern in der Werkstatt von Viola Beuschert, Eintrittsrabatte bei Live-Events wie in der Tanzschule Beuchert, Führungen zur Security im Laufhaus Taunus 26, ein Glas Sekt im Separee der My Way Bar mit der Geschäftsführerin Claudia Kleck und ein Wort darüber, warum es keinen Sex im Separee der Bar gibt.

Ebenfalls im Angebot ist ein Gespräch mit MMA-Champion Christian Ekkerlin im Pure Platinum, Glühwein auf der idyllischen Dachterrasse des Hotels Nizza oder heißer Apfelwein bei Alemdar.

„Im Bahnhofsviertel gibt es alles, und das wollen wir zeigen“, so Sprecher Ulrich Mattner. „Allein 120 Künstlerateliers und drei Galerien gibt es zu entdecken. Junge Modelabels, die auf Nachhaltigkeit spezialisiert sind, und Szene-Locations noch und nöcher. Sogar völlige Stille ist möglich. Im Kunstraum der Weißfrauen-Diakoniekirche kann man wie im Kloster übernachten. Mehr Luxus gibt es beim Adventskalender an Heiligabend. Dann öffnet die Pik Dame mit dem Christkind für jene, die Gesellschaft suchen.

„Außerdem wird unter allen, die beim Adventskalender mitgemacht und 24 Scan-Punkte gesammelt haben, eine Übernachtung für zwei Personen im Le Meridien in der King Suite inklusive Frühstück verlost“, erklärt Zochowski.

Den anderen, die keine 24 Punkte geschafft haben, winken Trostpreise. Für zehn Punkte gibt es einen Leinenbeutel mit dem Logo der Initiative aus den sieben Straßennamen, für 15 Punkte ein gestricktes Beanie und für 20 Punkte ein edles T-Shirt in der Taunusstraße 67.

„Wir wollen, dass das Bahnhofsviertel auch positiv betrachtet wird. Es gibt so viel zu entdecken, zu genießen und zu erleben, was richtig toll ist“, erklärt Alemdar überzeugt. Er muss es wissen, da er schon seit 42 Jahren im Viertel ist. „Wenn Besuch von außerhalb kommt, zeige ich den Leuten das Viertel und erkläre es ihnen. Wer bei uns im Yok Yok reinkommt und Tipps braucht, bekommt sie. Ob Sehenswürdigkeiten oder Hotels, wir sind fast schon eine touristische Vollberatung“, sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins.

Meist hätten die Besucher:innen dann einen anderen Blick auf den Kiez und könnten das, was die Nidda-, Taunus-, Kaiser-, Münchener, Mosel-, Elbe- und Weserstraße zu bieten haben, anerkennen. Die Initiative plant noch viele Aktionen – auch im nächsten Jahr.

Zuchowski geht davon aus, dass es irgendwann sogar wieder eine Bahnhofsviertelnacht „wie in den Anfangszeiten“ geben werde. „Wir arbeiten daran, und auch die Stadt zeigt Interesse.“ Ob sie 2023 oder 2024 wieder gefeiert wird, steht noch nicht fest.

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