Bergen-Enkheim

Bahnen für Bergen-Enkheim

  • schließen

Der Ortsbeirat 16 möchte prüfen lassen, ob der Stadtteil durch zusätzlichen Schienenverkehr besser angebunden werden kann. Die Busse seien nicht ausreichend.

Welches Verkehrskonzept für Bergen-Enkheim zukunftsweisend ist, dazu gibt es im Ortsbeirat 16 unterschiedliche Meinungen. Dass ein Konzept her muss, da sind sich die Stadtteilpolitiker überwiegend einig.

Mit großer Mehrheit hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag der CDU verabschiedet, der den Magistrat auffordert, Bergen-Enkheim bei der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für eine schienengebunden Verbindung durch die östlichen Frankfurter Stadtteile mit einzubinden. In einer von der Stadt geplanten Studie werde Seckbach, Fechenheim und Riederwald genannt, nicht aber Bergen Enkheim, heißt es in der Begründung. Der Ortsbeirat befürchtet, dass vor allem Bergen, das lediglich mit dem Bus zu erreichen ist, abgehängt werden könnte.

Rainer Lehmann (Linke) befand, die Buslinien für ausreichend und eine Bahnanbindung Bergens für „überdimensioniert“. Er sah das Problem darin, eine S-Bahnverlängerung über die Straße Leuchte könne an der „einzig problematischen Kreuzung“, Vilbeler Landstraße / Ecke Borsigallee, zu Schwierigkeiten führen und den Stadtteil zerschneiden. „Und das für zwei Haltestellen.“

Busse nicht ausreichend

Andere Ortsbeiräte, darunter Natalie Porth (Grüne), plädierten sowieso dafür, die Bahn „obenrum“ zu verlängern, das heißt die U-Bahn aus Bornheim über den Atzelberg nach Bergen zu legen. Hier wurde die technische Machbarkeit bezweifelt. „Die Steigung können die Bahnen doch gar nicht bewältigen“, vermutete Ellen Wild (BFF).

„Die technischen Details sollten wir den Profis überlassen“, befand CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Reiß. „Es geht mir nur darum, dem Magistrat zu vermitteln: Wenn ihr da was plant, dann vergesst Bergen-Enkheim nicht.“ Er fände die Anbindung des Stadtteils keineswegs gut.

Die Busse seien wenig verlässlich, stimmte Porth zu und bemängelte die derzeitigen Anbindung.“ Nur mit der Bahnverbindung ist man auch unabhängig vom Autoverkehr unterwegs.“ Besonders auf der stark belasteten Wilhelmshöher Straße in Seckbach stünde die in bergen startende Bus-Linie 43 zu Stoßzeiten häufig im Stau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare