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In Frankfurt verkehren ab Montag weniger Busse und Bahnen.

Nahverkehr in Frankfurt

Bus und Bahn fahren in Frankfurt meist wie sonntags

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In Frankfurt wird der Takt im Nahverkehr weiter ausgedünnt, um auf knappes Personal und geringe Nachfrage zu reagieren. Der neue Fahrplan sei unübersichtlich, sagt ein CDU-Politiker.

In Frankfurt fahren ab Montag weniger Busse und Bahnen. Die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) dünnen den Takt im Nahverkehr weiter aus.

Zuletzt galt wegen der Corona-Krise schon der Ferienfahrplan, der Nachtverkehr wurde eingestellt. VGF und Traffiq reagierten damit auf den Ausfall von Fahrern und die geringere Nachfrage. Busse und Bahnen im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sind bislang noch nach dem Ferienfahrplan unterwegs.

Von Montag an fahren die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse in Frankfurt nun in der Regel wie sonntags, werden aber teilweise verstärkt. „Sonntagsfahrplan plus“ nennt sich das Konstrukt. Fahrgäste können den Fahrplan online abrufen unter www.rmv.de.

„Wir versuchen, die Straßenbahnen und die Busse alle Viertelstunde fahren zu lassen, die U-Bahnen fahren teilweise noch dichter“, erklärte Nora Pullmann von der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq. Wichtig sei es gewesen, die maximalen Zuglängen aufrechtzuerhalten. „Die Fahrgäste sollen weiterhin möglichst viel Abstand halten können“, sagte sie.

„Damit tragen wir der aktuellen Entwicklung Rechnung“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Die Fahrgastzahlen seien seit Beginn der Corona-Krise um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Die VGF halte ab Montag eine Einsatzreserve bereit, um bei Überlastungen zu reagieren, sagte VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer.

Der CDU-Politiker Frank Nagel, der bei seiner Partei für Verkehr zuständig ist, kritisierte, dass die neuen Regelungen unübersichtlich seien, zu kurzfristig in Kraft träten und für viele ein Hindernis darstellten. So falle zum Beispiel die Linie 71, welche die Anwohner der Nordweststadt anbinde, am Wochenende weg. Besser wäre es gewesen, zunächst nach Samstagsfahrplan zu fahren, sagte er. „Es ist auch nicht zielführend, den Fahrplan so zu verändern, dass ihn keiner mehr versteht.“

Die Änderungen auf den einzelnen Linien sind wie folgt: U1, U2, U3 und U8 fahren nach Sonntagsfahrplan mit drei Wagen. Montags bis freitags fahren die U1 und U2 im 15-Minuten-Takt. Zwischen Heddernheim und Südbahnhof besteht ein Fünf-Minuten-Takt. Die U8 fährt montags bis freitags von Betriebsbeginn bis 10 Uhr mit zwei Wagen zwischen Heddernheim und Nieder-Eschbach. Zwischen Heddernheim, Riedberg, Nieder-Eschbach besteht ein 15-Minuten-Takt. Die U9 fährt wie sonntags, mit einem Wagen.

Die U4 fährt wie sonntags mit vier Wagen. Unter der Woche fahren die Züge jede Viertelstunde zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße. Die U5 fährt wie sonntags, mit zwei Wagen, unter der Woche alle 15 Minuten. Die U6 und U7 fahren wie sonntags mit drei Wagen. Unter der Woche fährt die U7 alle 15 Minuten.

Die Straßenbahnlinien 11, 12, 14, 15, 16, 17, 18 und 21 fahren wie sonntags. Auf den Linien 11, 12, 16, 17 und 18 gibt es unter der Wochen einen 15-Minuten-Takt. Die Linie 19 und der Ebbelwei-Express fahren nicht mehr.

Die Buslinien 25, 27, 28, 29, 37, 42, 53, 61, 62, 63, 65, 69, 75, 77 und 78 fahren wie sonntags. Die Linien 68, 79, 80 und 83 fallen aus.

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