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So soll die Empfangshalle des Frankfurter Hauptbahnhofs nach dem Umbau aussehen.

Mobilität

Hauptbahnhof Frankfurt wird umgebaut: So sehen die Pläne aus

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Der Hauptbahnhof Frankfurt wird umgebaut. Der Spatenstich für die neue Verteilerebene, die zu den Fernzügen führen wird, steht kurz bevor.

  • Am Hauptbahnhof Frankfurt stehen größere Umbaumaßnahmen bevor.
  • Am 12. Oktober soll der Spatenstich erfolgen.
  • Die Bahn geht von einer Bauzeit bis Ende 2024 aus.
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Frankfurt - Der Frankfurter Hauptbahnhof steht vor einem der einschneidendsten Eingriffe in seiner Geschichte. Wie die Frankfurter Rundschau erfuhr, plant die Deutsche Bahn am 12. Oktober den Spatenstich für den Umbau des größten Frankfurter Bahnhofs. Vor Corona gingen dort eine halbe Million Fahrgäste am Tag ein und aus. Der Frankfurter Hauptbahnhof ist nach dem Hamburger Hauptbahnhof der zweitgrößte Bahnhof in Deutschland.

Hauptbahnhof Frankfurt: B-Ebene erhält neues Gesicht

Das erste, was die Reisenden vom Umbau sehen werden, ist die Entkernung der B-Ebene. Anstelle der weitläufigen B-Ebene führen künftig schmalere Gänge unter dem Vorplatz des Hauptbahnhofs in den Bahnhof hinein. Die Geschäfte erhalten mehr Platz. Die unterirdische Halle wird mit LED beleuchtet. Die Fliesen, wie sie 2016 vorgestellt wurden, sind grau. Fünf Treppenabgänge zur B-Ebene – auf dem Vorplatz, an der Münchener Straße, der Karlstraße, der Mannheimer Straße, der Poststraße - will die Bahn schließen, um die Drogenabhängigen, die sich bisweilen dort aufhalten, zu verdrängen.

Die B-Ebene führt künftig vom Vorplatz an den Zugängen zur S- und U-Bahn vorbei bis zu den Fernzügen. So sollen sich die Reisenden besser im Gebäude verteilen. Man erinnere sich: Vor Corona war es im Hauptbahnhof morgens und abends meist sehr gedrängt.

Frankfurter Hauptbahnhof: Die Empfangshalle wird komplett umgestaltet

In der Empfangshalle soll ein neuer „Lichthof“ entstehen - das bedeutet: In die Eingangshalle kommt ein großes Loch, durch das man auf die B-Ebene schauen kann. Treppen und Rolltreppen und ein Aufzug führen hinauf und hinab.

Die Deutsche Bahn hatte für den Umbau zunächst den Zeitraum von 2016 bis 2020 angesetzt. Dann verzögerte sich der Baubeginn immer weiter, weil das Eisenbahn-Bundesamt gefordert hatte, den Brandschutz nachzubessern. Dies ist mittlerweile geschehen. Die Baugenehmigung liegt seit 2019 vor.

Die Bahn rechnete zuletzt mit Kosten in Höhe von 135 Millionen Euro, wobei diese durch die längere Planungszeit gestiegen sein dürften. Fertig sein will die Bahn Ende 2024. Erst dann kann die Stadt Frankfurt damit beginnen, den Vorplatz umzubauen. Während die Bahn die Verteilerebene erweitert, dient der Vorplatz unter anderem auch dem Abstellen von Fahrzeugen und Geräten und der Lagerung von Bauschutt.

Hauptbahnhof Frankfurt: Ab 2036 gibt es den unterirdischen Fernbahnhof

Der Frankfurter Hauptbahnhof entstand 1888 vor den Toren der Stadt. Damals hatte er als „Centralbahnhof Frankfurt“ 18 Gleise, er galt als größter Bahnhof Europas. 1924 wurde der Bahnhof auf 24 Gleise erweitert - so viele Gleise hat er noch heute. 1978 kam der Tiefbahnhof mit den vier S-Bahn-Gleisen und den vier U-Bahn-Gleisen hinzu. 1978 endeten die bislang prägendsten Arbeiten am Hauptbahnhof.

Zuletzt baute die Bahn in der Empfangshalle die vorgesetzten Einbauten der Läden zurück, um die Natursteinfassaden sichtbar zu machen. In den vergangenen Jahren ließ die Bahn die Dächer der fünf Bahnsteighallen erneuern, die Natursteinfassade des Haupteingangsportals reinigen und die 4,5 Tonnen schwere Skulptur „Atlasgruppe“ auf dem Dach restaurieren.

Weitere Arbeiten sind angekündigt: So sollen Reisende ab 2036 im unterirdischen Fernbahnhof ein- und aussteigen können.

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