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Die Bahn will im Herbst mit Bauarbeiten an der Trasse bei Berkersheim beginnen (Symbolbild).
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Die Bahn will im Herbst mit Bauarbeiten an der Trasse bei Berkersheim beginnen (Symbolbild).

Berkersheim

Bahn baut Brücke im Wiesengarten

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Im Herbst beginnen die Bauarbeiten für die Erneuerung der Eisenbahnbrücke in Berkersheim. Während der Arbeiten befürchten die Bürger Lärm und Schwertransporte durch den Ortskern.

Es war eine erste Kontaktaufnahme seitens der Deutschen Bahn mit den Anwohnern in Berkersheim. Mehr nicht. Zumindest ungefähr wissen sie seit einer Infoveranstaltung am Dienstagabend, was auf sie zukommt, wenn die Bahn die Eisenbahnüberführung Im Wiesengarten ab Herbst erneuert.

Die Brücke, auf der die Züge die Straße überqueren, ist aktuell zwar noch nicht sanierungswürdig, erklärte Projektleiter Ralf Pfaff von der DB Netz AG bei der Informationsveranstaltung. „Ein paar Jahre würde die noch halten.“ Allerdings besteht nur jetzt die Möglichkeit, Geld vom Bund zu erhalten, um die Erneuerung anzugehen.

Die Arbeiten dazu sollen im Herbst starten. Wirklich konkrete Zeiträume konnte Pfaff noch nicht nennen. Denn die Erneuerung der Überführung hängt mit dem viergleisigen Ausbau der Main-Weser-Bahn zusammen, der ebenfalls noch in diesem Herbst starten soll. In vier bis sechs Wochen soll das Unternehmen feststehen, das beide Projekte übernimmt. Und erst dann, so Pfaff, „können wir auch Details nennen“.

Gutachten wird erstellt

Dann werden die Fragen beantwortet, die die zahlreich erschienenen Bürger hatten. Zum Beispiel die nach der Lärmbelästigung, gerade im unmittelbaren Umfeld der Baustelle. Das Lärmgutachten dazu werde momentan erstellt, erklärte Gutachterin Katrin Endres.

Zur Berechnung werde ein Radius von etwa einem Kilometer gezogen, was manchem Berkersheimer zu wenig ist. Danach werde eine Prognose über die Lärmbelastung abgegeben. Anwohner, die mit wesentlich mehr Lärm als durch den üblichen Bahnverkehr zu rechnen hätten, könnten auf Kosten der Bahn in Hotels unterkommen, sicherte Ralf Pfaff zu.

Zu welchen genauen Zeiten der Umbau passieren soll, war eine der weiteren Fragen, die die Bürger hatten. „Das wissen wir erst, wenn das Bauunternehmen bekannt gibt, welche potenziellen Termine es nutzen möchte“, so der Projektleiter. Ein genereller Zeitplan liegt bereits vor. Demnach finden die Arbeiten immer an Wochenenden und nachts statt. „Damit beginnen wir sinnvollerweise im Oktober“, legte sich Pfaff fest.

Das für die Arbeiten notwendige Material werde über die Trasse der neuen Bahngleise angefahren. Einwänden aus der Bürgerschaft, dass der Bau dieser Trasse ja auch erst frühestens im Herbst beginne, trat Norbert Wolf, Projektleiter des Bahn-Ausbaus, entgegen. Die meisten Genehmigungen lägen vor, die neue Trasse werde frühzeitig angelegt.

Durch Berkersheim selbst würden allenfalls die Arbeiter zur Baustelle gebracht werden. „Es wird kein Schwertransport durch den Ortskern fahren“, versprach Ralf Pfaff. Wirklich beruhigen konnte er damit einige Anwohner nicht.

So blieben am Dienstag manche Fragen unbeantwortet. Eines aber ist klar: Bis November 2019 muss die neue Brücke in Betrieb sein, sonst zieht der Bund seine finanzielle Förderung zurück.

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