Seminarhaus

Die Bagger rollen

Ein Architekten-Wettbewerb für das neue Seminarhaus auf dem Campus Westend läuft. Die Finanzierung ist bei Studenten umstritten.

Von Astrid Ludwig

Auf dem Campus Westend ist noch ein weiteres Bauprojekt auf den Weg gebracht worden: das neue Seminarhaus. Das zusätzliche Gebäude sei für kleinere Lerngruppen und Veranstaltungen konzipiert und nötig geworden angesichts stetig steigender Studentenzahlen, sagt Peter Rost, Uni-Beauftragter für den Umzug.

Auf 7600 Quadratmetern Fläche soll das neue Haus Platz bieten für rund 1800 Studenten. Seit Ende Dezember 2011 läuft ein Architekten-Wettbewerb. Entstehen soll der Neubau auf dem Hochschulareal des alten Heizkraftwerks, dessen Abbruch bereits im Gange ist. Der Campus Westend wird seit 2011 mit Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk der Stadt versorgt.

Das Projekt war beim Asta und dem Studierendenparlament umstritten. 20 Millionen Euro soll das neue Seminarhaus kosten. Rund 13 Millionen kommen von Bund und Land, sieben Millionen Euro jedoch aus den sogenannten QSL-Mitteln für die Verbesserung der Qualität der Lehre – einem Bestandteil der Ausgleichszahlung des Landes an die Uni für den Wegfall der Studiengebühren. Die Studenten kritisierten, dass die Uni die Mittel für die Lehre zweckentfremde und in Baumaßnahmen investiere. Das Land hat die Verwendung der QSL-Gelder für das Seminarhaus indes genehmigt.

Das Projekt ist Teil der zweiten, vom Land finanzierten Ausbaustufe des Campus Westend. Für über 170 Millionen Euro entstehen derzeit Neubauten, etwa für die Gesellschaftswissenschaften und die Verwaltung.

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