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Annalena Baerbock und Robert Habeck vor dem Römer.
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Annalena Baerbock und Robert Habeck vor dem Römer.

Bundestagswahl 2021

Annalena Baerbock und Robert Habeck in Frankfurt: „Habt ihr Spaß?“

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Das Grünen-Duo wahlkämpft In Frankfurt vor Tausenden für die Grünen. Klimapolitik und Europa stehen im Mittelpunkt.

Frankfurt am Main - Das Spitzenpersonal der Grünen will Verantwortung über- und viel Geld in die Hand nehmen, vor allem für Klimaschutz, Bildung, Gesundheit – und es ist begeistert von Frankfurt. Das muss man über den Mittwochabend und den Besuch von Annalena Baerbock und Robert Habeck auf dem Römerberg wissen. Außerdem waren fast so viele jubelnde Menschen da, als hätte die Eintracht schon wieder den Pokal gewonnen – Tausende.

18 Uhr. „Habt ihr Spaß?“, ruft’s von der Bühne. Sängerin Alli Neumann lädt ein: „Komm auf die gute Seite der Macht!“ Grünen-Wahlkreiskandidatin Deborah Düring erhält Applaus für ihre Forderung nach liberaler Drogenpolitik und das Statement: „Hass und Hetze haben keinen Millimeter Platz in dieser Stadt.“ Omid Nouripour, Kandidat im anderen Frankfurter Bundestagswahlkreis, wird anschließend emotional. „Ich bin seit 15 Jahren für Frankfurt im Bundestag“, sagt er, das habe er den Leuten hier zu verdanken, und er duldet keinen Zweifel: „Klimaschutz – wer hat’s erfunden? Wir ham’s erfunden!“

Annalena Baerbock und Robert Habeck in Frankfurt: Ein besonderer Ort

Mitten in Nouripours Rede kommen bereits die beiden Stars, zu früh sogar. Schon vor 19 Uhr steigt Robert Habeck auf die Bühne. Jeans, weißes Hemd, hochgekrempelte Ärmel. Frankfurt sei für Kanzlerinkandidatin Baerbock und ihn ein besonderer Ort, sagt er. Als frisch gewählte Bundesvorsitzende hätten sie eine Rundreise zu den Symbolen der Republik gemacht, natürlich auch zur Paulskirche. „Und jetzt endet die Reise wieder hier“, ruft er. „Kämpfen wir dafür, dass wir bestimmen, wie die Geschichte dieses Landes gedeutet wird“ – und nicht die Rechtsradikalen.

Ob wir die Klimakrise in den Griff kriegen, die Frage stehe über allem, sagt Habeck. Auch das sei eine Frage der Freiheit, das Verfassungsgericht habe es so entschieden: „Die Richter haben gesagt: ,Ob einer mit 200 km/h über die Autobahn brettern kann, das ist doch keine Freiheit, das ist Bullshit!’“ Das kommt an. Die wichtigen Fragen würden nicht mit „Ich weiß nicht, aber Sie kennen mich“ beantwortet, sagt Habeck in Richtung der Kanzlerin. Aus der „Antwortlosigkeit“ der Regierung wachse Verantwortungslosigkeit, das Vertrauen in die Demokratie gehe in die Brüche.

Annalena Baerbock und Robert Habeck in Frankfurt: „Das ist unser Europa“

Omid Nouripour habe Verantwortung übernommen, knüpft Annalena Baerbock direkt an: „Was die Koalition nicht geschafft hat, hat er angepackt und Menschen aus Afghanistan rausgeholt.“ Großer Jubel. Auch Baerbock, ganz in Weiß, freut sich, in Frankfurt zu sein und Habeck nach vielen getrennten Terminen hier wiederzutreffen. Sie spricht von einer Richtungswahl in der Außenpolitik, es gehe um Europa. „Für eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik muss man nicht auf Viktor Orban warten“, den ungarischen Regierungschef, sagt sie. „Wir können für unsere Werte einstehen, wenn wir mit den Staaten, die dabei sind, sagen: Das ist unser Europa – zusammen gegen die Antidemokraten.“

Die Klimakrise müsse Europa ebenso gemeinsam angehen, sagt die Kanzlerinkandidatin. „Wenn die Grünen die nächste Regierung stellen, wird Klimaschutz Chefinsache“, verspricht sie. „Nutzen wir die nächsten Jahre, um Solarenergie auf jedes verdammte Dach drauf zu bekommen!“ Die Frage, ob Europa es schaffe, als erster Kontinent klimaneutral zu werden, sagt Baerbock: Sie werde am 26. September entschieden - mit der Bundestagswahl 2021. (Thomas Stillbauer)

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