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Ein voller Erfolg: Die Demo der Senioreninitiative Höchst auf der Königsteiner.
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Ein voller Erfolg: Die Demo der Senioreninitiative Höchst auf der Königsteiner.

Frankfurt-Höchst

Bänke für die Königsteiner

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Erfolg für die Senioreninitiative Höchst: In der Fußgängerzone der Königsteiner Straße wird es nach Protesten mehr Sitzgelegenheiten geben.

Es ist ein Erfolg für die Senioreninitiative Höchst. Lange hat sie protestiert, um die Bänke in die Fußgängerzone der Königsteiner Straße zurück zu holen. Nach Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsleuten hatte die Stadt die Sitzmöglichkeiten entfernt. Vor allem Trunkenbolde hätten sie genutzt, um zu pöbeln, auch nachts – und Müll zu hinterlassen. Die Senioren und nicht nur die vermissen aber Sitzmöglichkeiten, die Passanten nutzen können, ohne gleich etwas konsumieren zu müssen.

Nun wird die Stadt sie wieder aufstellen. Das Quartiersmanagement hat in einem Mediationsverfahren die Konfliktparteien – Anwohner, Geschäftsleute und Bank-Befürworter – zusammen gebracht. Allerdings war die Beteiligung seitens der Geschäftsleute mau, auch von den Anwohner kamen nur zwei zu den Treffen. Am Ende des Verfahrens steht nun ein Kompromiss, verbunden mit einem ausgeklügelten Plan.

Als kurzfristige Lösung wird die Stadt zwei weitere Bänke in der Fußgängerzone aufstellen. Die genauen Orte ermitteln Ämter und Konfliktparteien bei einem Ortstermin. Das soll bald geschehen, damit die Bänke schnell zur Verfügung stehen. Möglich wäre auch, Schilder anzubringen, die zur Mäßigung und Höflichkeit auffordern.

Kreative Lösung gesucht

Als zweiten Schritt will das Quartiersmanagement nach „kreativen Lösungen“ suchen, wie Jürgen Schmitt von der NH Projekt-Stadt sagt, die im Auftrag der Stadt das Quartiersbüro an der Bolongarostraße betreibt. Schmitt hat einige Varianten in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 6 vorgestellt.

Er verweist etwa aufs Nordend. Dort stehen auf dem Luisenplatz Stühle zur allgemeinen Nutzung bereit. Abends sammeln Paten die Möbel ein und ketten sie fest. Ein ähnlich erfolgreiches Konzept gäbe es auf dem Aliceplatz in Offenbach. So ein Konzept zu erstellen dauert natürlich, zumal auch die Bürger und Ämter sein sollen. Ergebnisse erhofft sich Schmitt für den Herbst. Als Schritt drei soll die Stadt an einer generellen Aufwertung der Kö arbeiten. Das dauert aber, 2019 könnte es so weit sein, glaubt Schmitt.

Die Senioren begrüßen die städtischen Pläne, sind aber etwas enttäuscht, dass der Prozess sich so lange hingezogen hat. Eine provisorische Bank, die sie selber aufgestellt haben, ist geklaut worden.

Das Problem sei auch gar nicht von den Bänken ausgegangen, sagen die Senioren. Anwohner hätten viel mehr mit dem Lärm der Leute zu kämpfen, die abends durch die Fußgängerzone mit dem Auto fahren, um schnell noch etwas bei Rewe einzukaufen oder mit dem Lieferverkehr in den frühen Morgenstunden, etwa bei der Firma Backwerk.

Die Senioreninitiative fordert daher auch, dass die Stadtpolizei von der Albanusstraße an die Königsteiner umzieht – mit Öffnungszeiten bis 24 Uhr. „Leerstand gibt es ja“, sagt Vorsitzende Waltraud Beck lakonisch.

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