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Die strengen Richtlinien gelten ab sofort.

Öffnung

Badespaß im Schichtbetrieb in Frankfurt

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Freibäder öffnen, doch Tickets können nur online und für bestimmte Schichten erworben werden.

Freibad-Ticket

Der Besuch ist ab sofort in folgenden fünf Freibädern möglich: Hausen, Stadionbad, Silobad, Brentanobad, Eschersheim. Tickets können nur online unter www.frankfurter-baeder.de erworben werden.

Im ersten Schritt klickt der Nutzer das Freibad an, das er besuchen möchte. Dann muss er das Datum und eine Uhrzeit angeben. Möglich sind die Schichten 10 bis 14 Uhr und 15 Uhr bis 20 Uhr (je fünf Euro) oder auch die Feierabendschicht von 18 bis 20 Uhr (3,50 Euro). Für Jugendliche bis 14 Jahren bleibt der Besuch weiterhin kostenlos, die Tickets müssen aber trotzdem vorab online erworben werden.

Für den Erwerb eines Tickets ist eine Registrierung notwendig. Angegeben werden müssen, Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und eine Mailadresse. Das Ticket kann man ausdrucken oder als mobiles Ticket auf sein Smartphone laden. Die Zahlung ist per Überweisung oder Kreditkarte möglich.

Eine Telefon-Hotline für Menschen, die kein Internet haben, soll noch eingerichtet werden, hieß es.

Das durchwachsene Wetter spielt den Frankfurter Bäderbetrieben zum Wochenbeginn ein bisschen in die Karten. Zur Eröffnung der Freibäder am Montag bleibt nämlich der Ansturm aus und damit auch die Frage offen, inwieweit das Corona-Konzept der Bäderbetriebe aufgeht.

Fest steht: Ein Freibad-Besuch im Sommer 2020 muss vorab online gebucht werden. In den vergangenen Wochen hatten sich die Verantwortlichen den Kopf zerbrochen, wie an heißen Sommertagen lange Schlangen an den Kassen vermieden werden können. „Das ist der Knackpunkt“, betont Bäderchef Boris Zielinski bei der Vorstellung des Konzepts im Stadionbad. Erste Erfahrungen mit der Online-Abwicklung des Badebetriebs wurden bereits mit der Junior-Bäderkarte gesammelt. Um die Buchung eines Freibadtickets für alle abwickeln zu können, haben die Bäderbetriebe jetzt auf die Erfahrung der Tourismus- und Kongress-GmbH zurückgegriffen.

Auch dem Zoo hatten die Tourismusexperten mit ihrem Ticket-System zuvor schon ausgeholfen. Seit vergangenem Freitag ist nun die Online-Buchung für die Bäder möglich. Immerhin 5000 Tickets wurden für die fünf beteiligten Freibäder bereits verkauft. Die wenigsten allerdings wohl für den Montagvormittag im Stadionbad. Dort werden bis zum Mittag nur 87 Badegäste gezählt.

Eine weitere Einschränkung im Zuge der Pandemie: Der Badespaß wird nur noch im Schichtbetrieb möglich sein. So können wahlweise Tickets für den Vormittag bis 14 Uhr und für den Nachmittag ab 15 Uhr gebucht werden. Dazwischen schließen die Bäder eine Stunde zur Reinigung und Desinfektion.

Der Schichtbetrieb dient aber nicht nur erweiterten Hygienemaßnahmen, sondern soll auch mehr Menschen den Besuch eines Freibads ermöglichen. Denn die Schutzmaßnahmen sehen vor, selbst in großen Freibädern wie dem Brentanobad in Rödelheim maximal 1000 Besucher gleichzeitig zuzulassen. An heißen Ferientagen tummelt sich dort sonst ein Vielfaches an Menschen.

Die strengen Richtlinien gelten ab sofort. So müssen auch die Handvoll Leute, die sich am Montagmittag im Stadionbad aufhalten, bis 14 Uhr ihre Sachen packen, auch wenn ab 15 Uhr sicherlich keine 1000 Leute reinwollen. „Wir sammeln Erfahrungen und versuchen das jetzt so umzusetzen“, warb Bäderchef Zielinski um Verständnis. Das wird von den Badegästen auch bei den Eintrittspreisen verlangt. Denn der Schichtbetrieb verkürzt ja die maximale Aufenthaltsdauer und bedeutet so indirekt eine saftige Preiserhöhung. Da die Kapazität der ohnehin defizitären Freibäder aber stark eingeschränkt wird, gehe es hier wahrlich nicht ums Geld verdienen, betonte Zielinski und erhielt Unterstützung von Sportdezernent Markus Frank (CDU): „Wir haben eine schwierige Situation und versuchen damit umzugehen.“ Dazu gehört auch, das Schwimmen im Becken in geordnete Bahnen zu lenken. So sind Leinen gespannt, die das Schwimmen in Längsrichtung vorgeben. Die eingeteilten Bahnen sind breit, so dass sich die Schwimmer aus dem Weg gehen können. Bei größerem Andrang werde zudem erwogen, die Bahnen in unterschiedliche Geschwindigkeiten (langsam/schnell) einzuteilen.

Sportdezernent Frank wies am Montag nochmal darauf hin, dass die Bäder zukünftig auch weitestgehend Nichtraucherzonen seien. „Wir wollen die Bäder damit noch familienfreundlicher machen“, so der Dezernent.

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