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B3 Biennale in Frankfurt lockt mit Weltpremieren und Stars

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Von: Anja Laud

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Der Filmemacher Luc Dardenne, mehrmals in Cannes ausgezeichnet, bietet auf dem Festival eine Masterclass an.
Der Filmemacher Luc Dardenne, mehrmals in Cannes ausgezeichnet, bietet auf dem Festival eine Masterclass an. © Christine Plenus

Das crossmediale Frankfurter Festival bietet von 15. bis 23. Oktober Kunst, Filme und Masterclasses. Der Kartenverkauf hat begonnen

Wer in den kommenden Tagen S- und U-Bahnen nutzt, wird in den Stationen auf Bildschirmen und Plakaten seltsam anmutende Wesen sehen. Die „Streifen mit Füßen“, so Bernd Kracke, Präsident der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach, sind von dem chilenischen Künstler Felipe Lavin geschaffen worden. Sie werben für die B3 Biennale des bewegten Bildes, die von Samstag, 15., bis Sonntag, 23. Oktober, in Frankfurt veranstaltet wird. Auf ihr präsentieren sich nationale und internationale Vertreter:innen der Kreativbranche sowie Nachwuchstalente.

Das Programm der B3, die ihren Fokus auf „Transformation“ legt, sei in diesem Jahr besonders umfangreich und vielfältig, sagte Kracke, der künstlerische Leiter des crossmedialen Festivals, gestern bei der Programmvorstellung in der Astor Film Lounge, dem traditionellen Festspielort. B3 wird zum zehnten Mal in Frankfurt abgehalten. 93 Künstler:innen aus dem In- und Ausland werden 120 Kunstwerke in Ausstellungen und Präsentationen zeigen. Es sind 40 Lang- und Kurzfilme zu sehen, und es können Master Classes belegt werden, die von namhaften Fachleuten abgehalten werden.

Am Montag, 17. Oktober, gibt etwa Niels Juul, einer der erfolgreichsten Produzenten Hollywoods, der mit Filmgrößen wie Martin Scorsese zusammengearbeitet hat, Einblicke in das Filmgeschäft. Die Opening Masterclass am Samstag, 15. Oktober, hält der belgische Regisseur Luc Dardenne. Das hat einen besonderen Grund. Luc Dardenne und sein Bruder Jean-Pierre, beide auch Filmproduzenten und Drehbuchautoren, werden am Freitag, 14. Oktober, bei der Festivaleröffnung mit dem „BEN Award für das Lebenswerk“, einer der beiden Hauptpreise der B3, ausgezeichnet. Die Brüder gehören zum exklusiven Club der Filmemacher, die auf den Filmfestspielen von Cannes mehrfach mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurden.

Der zweite Hauptpreis, der „BEN für herausragende Leistungen in der bildenden Kunst“, geht an das österreichisch-französische Künstlerduo Christa Sommerer und Laurent Mignonneau, deren Arbeiten zu den Klassikern der digitalen Kunst zählen. Auch sie werden am Samstag, 15. Oktober, eine Masterclass abhalten.

Das Festival

Die B3 Biennale des bewegten Bildes wird von Samstag, 15., bis Sonntag, 23. Oktober, in Frankfurt veranstaltet.

Auf dem crossmedialen Festival sind 40 Lang- und Kurzfilme sowie 120 Kunstwerke von nationalen und internationalen Künstler:innen in Ausstellungen und Präsentationen zu sehen.

Darüber hinaus werden Masterclasses angeboten, etwa mit dem Filmemacher Luc Dardenne am Samstag, 15. Oktober. Er und sein Bruder Jean-Pierre werden auf der B3 mit dem BEN Award für ihrLebenswerk ausgezeichnet.

Karten sind über die Webseite der Biennale erhältlich. lad

b3biennale.de

Auch Weltpremieren wird es auf dem Festival geben. Sie kommen aus der Region. Kracke verweist auf Maria und Jörg Courtial, die in Darmstadt mit „Faber Courtial“ ein Studio für digitale Welten gegründet haben, das zu den führenden Deutschlands gehört. Sie zeigen unter dem Titel „Metropolis Rome“ als Virtual Reality Experience eine interaktive Führung durch die antike Stadt und mit „Genesis“ eine Zeitreise zur Frühzeit der Erde.

Das Festival widmet sich auch erneut der Talentförderung, wie Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, bei der Programmvorstellung lobend hervorhob. Im B3 Talent Forum sind neben Abschlussarbeiten aus Hessen auch 20 nationale und internationale Arbeiten zu sehen.

Neben der Astor Filmlounge im MyZeil gibt es übrigens noch zwei neue Festspielorte: das „House of Creativity and Innovation“ im Bethmannhof in der Nähe des Römers und die Räume von „The Vatrix“, einem Unternehmen, das Firmen, Kommunen und Schulen hilft, digitale Projekte zu realisieren. Es ist im Thurn-und-Taxis-Palais angesiedelt.

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