AWO-Skandal

AWO-Skandal in Frankfurt: OB-Gattin zahlt Geld an AWO zurück

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Zübeyde Feldmann erstattet eine vierstellige Summe an den AWO-Kreisverband – und besteht weiterhin auf eine unabhängige Prüfung.

Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Frankfurt hat Zübeyde Feldmann, die Ehefrau von Oberbürgermeister Peter Feldmann, zwei vierstellige Beträge an den AWO-Kreisverband zurückbezahlt. Wie das OB-Büro auf Anfrage der FR bestätigte, handele es sich einmal um „eine mittlere vierstellige“ Summe für die Nutzung eines AWO-Dienstfahrzeugs.

Zum zweiten habe Zübeyde Feldmann einen „niedrigen vierstelligen Betrag“ als „möglicherweise zu viel gezahltes Gehalt“ an die AWO zurückerstattet. Unabhängig von diesen Zahlungen bestehe die Gattin des Oberbürgermeisters „legitimerweise weiter auf einer unabhängigen Prüfung“. Wer diese Prüfung vornehmen soll, konnte der Leiter des OB-Büros, Nils Bremer, nicht sagen. Zübeyde Feldmann war Leiterin der zweisprachigen AWO-Kita „Dostluk“ („Freundschaft“) in Frankfurt.

Das OB-Büro verwies darauf, dass ihr „mit Beginn des Leitungs-Arbeitsvertrages“ ein Kleinwagen zur Verfügung gestellt worden sei. Es habe sich „anfangs um einen Fiesta, dann um einen Ford Kombi“ gehandelt. AWO-Sprecher Johannes Frass bestätigte auf Anfrage der FR, dass Zübeyde Feldmann „die Kosten für die Dienstwagennutzung in der Elternzeit“ erstattet habe, außerdem „die Gehaltsdifferenz“. Der OB hatte zur Sache lange geschwiegen und dann den Eindruck erweckt, er kenne das Gehalt seiner Gattin nicht. Im Dezember kündigte das Ehepaar Feldmann an, es werde „etwaiges zu viel gezahltes Geld bis auf den letzten Cent zurückzahlen“.

Am heutigen Donnerstag wird sich das Frankfurter Stadtparlament wieder mit der AWO beschäftigen. Es liegen neun Fragen vor. So will die Grünen-Stadtverordnete Birgit Ross wissen, ob der OB am 14. April 2015 an einem Gespräch des Stadtschulamtes mit der AWO zum Konzept der Kita „Dostluk“ teilgenommen hat.

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