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AWO nimmt Kündigung zurück

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Von: Julia Lorenz

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Zübeyde Feldmann, die Noch-Ehefrau des abgewählten Frankfurter OB Peter Feldmann, könnte wieder arbeiten.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat die Kündigung von Zübeyde Feldmann wieder zurückgenommen. Das bestätigte Steffen Krollmann, Vorstandsvorsitzender des AWO-Kreisverbands Frankfurt, auf Anfrage dieser Zeitung. Ein entsprechender Brief sei vergangene Woche an die 36-Jährige rausgegangen.

Zübeyde Feldmann ist die Noch-Ehefrau des abgewählten Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD), von dem sie schon länger getrennt lebt. Seit 2014 ist Zübeyde Feldmann, die damals noch Temizel mit Nachnamen hieß, bei der Awo angestellt. Im September 2015 übernahm sie – ohne Berufserfahrung – die Leitung einer deutsch-türkischen Kindertagesstätte im Ostend. Dieser Aspekt gehört unter anderem zu dem großen AWO-Skandal, in dem gegen mehrere ehemalige Führungskräfte des Sozialverbands, unter anderem das Ehepaar Hannelore und Jürgen Richter, ermittelt und auch Anklage erhoben wurde.

Auch der frühere Oberbürgermeister Feldmann wurde angeklagt. Er muss sich derzeit vor dem Landgericht wegen des Verdachts der Vorteilsannahme verantworten, weil er seiner damaligen Freundin ihre Einstellung aufgrund seiner Amtsstellung verschafft haben soll. Zübeyde Feldmann soll nach Angaben der AWO als Kitaleiterin aber nur viereinhalb Monate gearbeitet haben. Dann wurde sie schwanger, ging in Mutterschutz und Elternzeit. Seit August 2020 soll sie durchgehend krankgeschrieben sein. Angebote zum betrieblichen Eingliederungsmanagement soll sie ausgeschlagen haben. Ihre Stelle in einer Kita in Sossenheim konnte in all der Zeit nur kommissarisch besetzt werden. Deshalb hatte die AWO Feldmann gekündigt. Dagegen wehrte sie sich, wollte eine Abfindung. Dies wiederum lehnte die AWO ab. Am Donnerstag hätte deshalb vor dem Arbeitsgericht Frankfurt ein Kammertermin stattfinden sollen. Dieser wurde allerdings auf den 26. Januar verschoben.

„Wir haben gehört, dass Frau Feldmann auf dem Weg der Gesundung ist und die Arbeit als stellvertretende Kitaleiterin wieder aufnehmen könnte“, erklärte Krollmann die Rücknahme der Kündigung. „Wir wollen ihr eine Brücke bauen.“ Immerhin sei sie Pädagogin, und qualifiziertes Personal werde bei der AWO immer gesucht. „Ich habe nichts gegen Frau Feldmann, alles, was vorgefallen ist, ist Vergangenheit“, sagte Krollmann. Man habe ihr auch Unterstützung bei der Einarbeitung angeboten, das sei gerade nach so einer langen Pause wichtig. „Wir wollen Frau Feldmann vollkommen vorurteilsfrei aufnehmen.“ Nun muss Zübeyde Feldmann das Angebot nur noch annehmen.

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