OBgeburtstag26_66397_030920
+
Zübeyde Feldmann prüft, juristisch gegen Diffamierungen ihrer Person vorzugehen.

Erstes Statement

AWO-Affäre: Zübeyde Feldmann verteidigt sich

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Zübeyde Feldmann, die Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters, äußert sich erstmals selbst zu den Vorwürfen gegen sie in der AWO-Affäre – und greift die CDU scharf an.

  • Zübeyde Feldmann nimmt erstmals Stellung zur AWO-Affäre.
  • Die Frau des OB zahlte einen Teil ihres angeblich überhöhten Gehalts zurück.
  • Gegen einen CDU-Politiker prüft Feldmann rechtliche Schritte.

Zübeyde Feldmann wehrt sich erstmals öffentlich gegen anhaltende Vorwürfe in Zusammenhang mit ihrer früheren Stelle als Leiterin einer AWO-Kita in Frankfurt. „An den Job bei der AWO bin ich durch Leistung gekommen, nicht durch meinen Mann“, schreibt die Frau von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) auf Facebook. Auch Vorwürfe, ihr Mann habe zu ihren Gunsten einen Gehaltsaufschlag verlangt, nennt sie in dem am Dienstagabend veröffentlichten Text abwegig.

Sie sei mit sechs Jahren aus der Türkei zu ihren Großeltern nach Deutschland in eine fremde Kultur gekommen, habe, ohne ein Wort Deutsch zu verstehen, ihre Schullaufbahn begonnen und diese mit einer Ausbildung und einem Universitätsabschluss abgeschlossen, sagt Feldmann. „Ich habe mich immer mit eigener Kraft durch mein Leben gekämpft. Das ist mein Lebensprinzip und dem werde ich immer treu bleiben. Fremde Hilfe hatte ich nie nötig“, betont sie.

AWO-Affäre: Feldmann zahlte Teil ihres Gehalts zurück

Zu Details ihrer Beschäftigung als Leiterin einer deutsch-türkischen Kita und zu Vorwürfen, sie habe zuvor bei der AWO Wiesbaden eine Stelle als Assistentin der Geschäftsführung innegehabt, aber keine erkennbare Arbeitsleistung erbracht, äußert sich Zübeyde Feldmann in dem Text nicht. Schon vor Monaten hat sie einen Teil ihres Gehalts als Leiterin der deutsch-türkischen Kita, das die heutige AWO-Führung als überhöht ansieht, zurückgezahlt. Inzwischen leitet sie nach Angaben des AWO-Kreisverbands Frankfurt eine Kita im Frankfurter Stadtteil Sossenheim.

In scharfer Form wendet sich Zübeyde Feldmann gegen „Diffamierungen einzelner CDU-Mitglieder“. Und bezieht sich dabei offenbar auf einen Kommentar des Harheimer CDU-Politikers Frank Somogyi, der ihren Mann auf der Facebook-Seite des früheren CDU-Fraktionschefs Michael zu Löwenstein als „Sugardaddy auf AWO-Kosten“ bezeichnet hatte. Damit habe ihr dieser indirekt Prostitution unterstellt, sagt Zübeyde Feldmann. Sie kündigt an, juristische Schritte zu prüfen. „Haltlose Anschuldigungen muss man in einem Rechtsstaat nicht hinnehmen.“

AWO-Skandal: Feldmann mit Anschuldigungen gegen CDU-Politiker

Um ihre politischen Ziele zu erreichen, seien manche, die sich sonst als christlich-demokratische Bewahrer der Familie aufspielten, bereit, eine andere Familie mit Schmutz zu bewerfen, empört sich Zübeyde Feldmann. Und fragt: „Liebe CDU-Mitglieder und Mitmenschen, findet ihr nicht, dass so eine Kampagne den Werten und Prinzipien eurer Partei widerspricht?“ (Christoph Manus)

Der Frankfurter OB Peter Feldmann sieht als sein Versäumnis in der AWO-Affäre nur, dass er sich zu lange nicht geäußert hat. Fehler habe er nicht begangen, sagt Feldmann im exklusiven Interview mit der Frankfurter Rundschau.

Oberbürgermeister Peter Feldmann weist Anschuldigungen von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld in der AWO-Affäre zurück und greift auch die CDU scharf an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare