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AWO-Affäre Frankfurt

Wenige Dienstwagen bei der Frankfurter AWO

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Dienstwagen für Kita-Leitungen der Arbeiterwohlfahrt sind selten. Zübeyde Feldmann, die Ehefrau des Oberbürgermeisters, besaß einen

Zübeyde Feldmann, die Ehefrau des Frankfurter Oberbürgermeisters, ist eine von drei Kita-Leitungspersonen der AWO in Frankfurt mit Dienstwagen gewesen. Die Führungen von sechzehn Kitas besaßen kein Fahrzeug. Das geht aus einer umfangreichen Stellungnahme der AWO Frankfurt zu ihren Dienstwagen hervor.

Wie die Arbeiterwohlfahrt mitteilt, konnte Frau Feldmann das Fahrzeug auch noch nutzen, als sie in Elternzeit war. „Es wurde vereinbart, dass die entstandenen Kosten für die Nutzung in der Elternzeit nach Rückkehr von Frau Feldmann abgerechnet werden“, so die Stellungnahme der AWO.

Bei den insgesamt 1105 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt am Main gibt es 38 Dienstwagen.

Sie kommen nach Angaben der Organisation beispielsweise in den Bereichen Ambulante Dienste, Essen auf Rädern, Haustechnik und Hausmeisterei zum Einsatz.

AWO-Skandal in Frankfurt: Die FR erklärt, was wir über die Awo-Affäre wissen und was noch zu klären ist. Es geht um Strafanzeigen, teure Autos und das Adlon in Berlin.

Dabei müssen alle Benzinkosten, die durch Privatfahrten des Nutzers verursacht werden, auch von diesem getragen werden. Als Privatfahrten gelten auch Urlaubsreisen.

Generell bietet die Arbeiterwohlfahrt ihren Beschäftigten ein subventioniertes Jobticket an, das jeder in Anspruch nehmen kann. Auf Initiative des Betriebsrates werde gerade geprüft, inwieweit die Nutzung von „Fahrrädern oder ähnlichem“ gefördert werden könne.

Die Einhaltung der Dienstwagen-Richtlinie soll in Zukunft der neue Compliance-Officer überprüfen, den die Arbeiterwohlfahrt von Anfang 2020 an beschäftigen will.

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau verteidigt die AWO den Dienstwagen. Am Freitag (29.11) fordert der AWO-Bundesvorstand die Frankfurter AWO-Leitung auf, alle Ämter niederzulegen.

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