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Justitia hat nicht unbedingt ein Herz für illegale Autorennen.
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Justitia hat nicht unbedingt ein Herz für illegale Autorennen.

Kriminalität

Autoraser in Frankfurt: Erst gegen Polizei, dann am Gericht verloren

  • Stefan Behr
    VonStefan Behr
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Ein Autoraser liefert sich ausgerechnet mit einem zivilen Streifenwagen ein Autorennen. Vor Gericht gibt er an, die Beamten hätten ihn provoziert.

Das Amtsgericht hat einen 52 Jahre alten Mann wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 40 Euro verurteilt und seinen Führerschein für mindestens fünf Monate einkassiert. Der Mann hatte seinen 5er-BMW in der Nacht auf den 14. März dieses Jahres in der Hanauer Landstraße auf knapp 120 Kilometer pro Stunde beschleunigt, um seinen Konkurrenten abzuhängen. Dabei handelte es sich allerdings um ein ziviles Polizeiauto.

Wieder einmal zeigt es sich, dass es keine gute Idee ist, sich ausgerechnet mit einer Polizeistreife ein Rennen zu liefern, die einen eigentlich anhalten will, weil das eigene Auto stinkt und rußt, dass den hinter einem Fahrenden schwarz vor Augen wird. Da der 52-Jährige „die Zivilstreife für einen mutmaßlichen Rennkonkurrenten“ hielt, hatte er Vollgas gegeben. Vor Gericht rechtfertigte sich der Angeklagte, er sei „durch die Polizeibeamten provoziert worden, dies hätten die Polizeibeamten auch beabsichtigt“ und hätten einen „alleine aus diesem Grund überholen wollen“.

Eine Sichtweise, die vom Gericht nicht geteilt wird. Der Angeklagte, urteilt das Gericht, habe sich „mit unangepasster Geschwindigkeit fortbewegt, nachdem er die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als das Doppelte überschritten habe, was zugleich auch grob verkehrswidrig sei“.

Auch sei „das Verhalten der Polizeibeamten nicht als Tatprovokation zu werten. Weder sei ihr Handeln materiell rechtswidrig gewesen, noch hätten die Beamten den Angeklagten zur Tat verleiten wollen. So habe die Beweisaufnahme ergeben, dass es den Beamten lediglich darauf ankam, den Angeklagten anzuhalten, als diese neben dem Angeklagten beschleunigten, um ihn zu überholen und vor ihm einzuscheren.“ Und überhaupt „hätte der Angeklagte sich durch dieses, objektiv neutrale Überhol-Verhalten der Polizeibehörde nicht provozieren lassen dürfen.

Erschwerend hinzu kam, dass der Frührentner bereits vier Eintragungen im Verkehrsregister hat, zwei davon wegen Schnellfahrerei.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. (skb)

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