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Blick auf die A661, auf Höhe der geplanten Einhausung.

Frankfurt-Ost

Einhausung der A661: Lob für Autobahndeckel

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Der Ortsbeirat in Frankfurt Ost begrüßt geplante Einhausung der A661. Linke bemängelt fehlende Lösungen für Feinstaube.

Die Mehrheit des Ortsbeirats 4 steht hinter dem Beschluss der Römer-Koalition, einen Teil der A661 einzuhausen. Das Gremium verabschiedete in seiner Sitzung am Dienstagabend einen gemeinsamen Antrag von CDU und Grünen, dass die Stadt die nötigen Mittel in den laufenden Haushalt einstellt.

Anfang März hat sich das Römer-Bündnis aus CDU, SPD und Grünen mit einem gemeinsamen Antrag für einen Deckel zwischen Seckbacher und Friedberger Landstraße nach Variante L2 ausgesprochen. Die Einhausung ist kürzer als die Maximalvariante L1. Diese hätte die Lärmschutzgalerie Seckbacher Landstraße einbezogen, wäre aber teurer gewesen.

Die Entscheidung sei ein „wirklicher Durchbruch“, sagte Martin Ried, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Ortsbeirat. Damit werde die städtebauliche Wunde zwischen den Stadtteilen geschlossen. Die Aussicht, künftig vom Günthersburgpark bis zum Lohrberg spazieren zu können, sei „richtig gut“. Erfreulich sei zudem, dass Wohnungen geplant seien, „die nicht zwischen Schallschutzwänden stehen“. Der Ortsbeirat habe sich in der Vergangenheit glücklicherweise gegen Varianten ausgesprochen, die weniger Schutz für die Bürger gebracht hätten.

Lob gab es auch von der SPD im 4er. Dass die Stadt die Einhausung plane, sei „ein guter Tag für den Ortsbeirat“, sagte der Fraktionsvorsitzende Darius Shafiei: „Das ist ein großer Wurf.“ Erfreulich sei, dass Planungsdezernent Mike Josef (SPD) die Variante L2 als ersten Schritt angekündigt habe. „Gegebenenfalls wird die Einhausung erweitert.“

Volker Marx von der Fraktion Die Linke kritisierte, dass nach wie vor offen sei, was mit dem Lärm und Dreck aus dem geplanten Tunnel geschehe. Dieser werde nach derzeitigem Stand nach Preungesheim und Bornheim geweht. Marx sprach sich für die Variante L1 aus.

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