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Gräser und Moos wachsen auf den westlichen Fahrspuren der A661, die nie in Betrieb gingen. Das soll sich nun ändern.

Stadtautobahn

A661 in Frankfurt soll sechs Spuren bekommen

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Die A661 im Frankfurter Osten soll schon bald von vier auf sechs Fahrspuren ausgebaut werden.

Die Autobahn A661 im Frankfurter Osten soll schon bald von vier Fahrspuren auf sechs Spuren plus Standstreifen ausgebaut werden. Ein entsprechendes Planänderungsverfahren will Hessen Mobil voraussichtlich bis März 2020 eröffnen, wie aus einer aktuellen Präsentation der hessischen Straßenbehörde hervorgeht.

Nach Informationen auf der Website von Hessen Mobil rechnet die Behörde damit, dass der Ausbau 2023 abgeschlossen sein könnte. Den Vorentwurf stimmt Hessen Mobil den Angaben zufolge derzeit mit dem Bundesverkehrsministerium ab.

Der sechsspurige Ausbau der A661 firmiert bei Hessen Mobil unter den Fachbegriffen „Direktrampe“ und „Verflechtungsstreifen“: Ersteres, die Direktrampe, soll von der Friedberger Landstraße auf die Autobahn A661 in südlicher Richtung führen. Die Rampe entspricht einer überbreiten Fahrspur, welche kurz vor der Lärmschutzgalerie Seckbach endet.

Der sogenannte Verflechtungsstreifen ist mehr, als der Name vermuten lässt. Dahinter verbirgt sich die Verbreiterung der A661 von der Friedberger Landstraße bis zum Autobahndreieck Erlenbruch, welches in diesem Jahr fertig werden soll.

Anders als bislang bekannt, ist mit dem Verflechtungsstreifen nicht nur der dreispurige Ausbau der A661 nach Süden gemeint. Vielmehr sieht Hessen Mobil drei Spuren in jede Richtung vor, zwischen Friedberger Landstraße und Autobahndreieck Erlenbruch, sowie einen Standstreifen in jeder Richtung. Dies geht aus den Planungsunterlagen hervor, die Hessen Mobil auf dem „Expertenhearing“ im Stadtplanungsamt vor zwei Wochen vorgestellt hat.

Zur Begründung führt Hessen Mobil die Verkehrsprognose für 2030 heran. Demnach wird sich der Verkehr auf der A661 ohne den sechsspurigen Ausbau stauen, und zwar kurz vor der Anschlussstelle Friedberger Landstraße in Richtung Süden sowie stadtauswärts auf der Friedberger Landstraße kurz vor der Auffahrt auf die A661.

Für das Planänderungsverfahren sei schon eine Lärmberechnung durchgeführt worden, die sowohl den Ausbau der A661 mit Direktrampe und Verflechtungsstreifen als auch den Lückenschluss zwischen A661 und A66 durch den Riederwaldtunnel berücksichtige, heißt es in der Präsentation. Vorgesehen seien Lärmschutzwände an der A661 in südlicher Richtung. Sie hätten von der Anschlussstelle Friedberger Landstraße bis zum Galeriebauwerk eine Höhe von zehn bis acht Meter., acht bis sechseinhalb Meter seien es bis zur Talbrücke Seckbach, vier Meter bis zur Talbrücke Erlenbruch.

Für das Aktionsbündnis „unmenschliche Autobahn“, in dem sich Bürgerinitiativen zusammengeschlossen haben, kommt die Ankündigung überraschend. Zuletzt sei der sechsspurige Ausbau der A661 aus der höchsten Kategorie - vordringlicher Bedarf - im Bundesverkehrswegeplan 2030 herausgefallen, sagte Sprecher Friedhelm Ardelt-Theeck. Das Planänderungsverfahren für die A661 mache ein weiteres Planänderungsverfahren für den Riederwaldtunnel nötig, sagte er. Bislang sei beim Bau des Riederwaldtunnels vorgesehen, dass die A661 vier Spuren habe.

Der Ausbau der A661 wirkt sich auch auf die geplante Einhausung zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße aus. Am Mittwoch wollen die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen darüber beraten.

Der Ausbau der A661

Auf der Autobahn A661 wurden zwischen Anschlussstelle Friedberger Landstraße und Talbrücke Erlenbruch bis 1995 die östlichen Fahrspuren gebaut, die sogenannte Osttangente. Die westlichen Fahrspuren, Westtangente genannt, stehen noch aus.

Nach Angaben von Hessen Mobil will die Straßenbehörde die westlichen Fahrstreifen voraussichtlich bis 2023 errichten. Die Westtangente wird nun als „Verflechtungsstreifen“ bezeichnet. Nach dem Ausbau hätte die A661 drei Fahrspuren pro Richtung sowie Standstreifen, außerdem eine Rampe von der Friedberger Landstraße in Richtung Süden.

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