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Umstrittener Riederwaldtunnel in Frankfurt: Demonstranten blockieren A66

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Von: Niklas Kirk

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Um gegen die Rodung des Fechenheimer Waldes zu protestieren, seilen sich Demonstranten von der A66
Um gegen die Rodung des Fechenheimer Waldes zu protestieren, seilen sich Demonstranten von der A66 © Helmut Fricke/dpa

In Frankfurt kommen am Samstag 25 Personen zusammen, um gegen den Bau des umstrittenen Riederwaldtunnels zu protestieren. Laut Polizei verliefen die Proteste friedlich.

Frankfurt – In Frankfurt haben Aktivisten für rund zwei Stunden die Autobahn 66 blockiert, um gegen den Bau des umstrittenen Riederwaldtunnels und die dazu notwendige Rodung des Fechenheimer Waldes zu protestieren. An der genehmigten Kundgebung beteiligten sich nach Polizeiangaben 25 Menschen. Die Demonstration am Samstag (17. September) verlief friedlich.

Laut Polizei seilten sich die Demonstranten von einer Autobahnbrücke und hielten Plakate in die Höhe. Das Bündnis von Klimagerechtigkeitsgruppen und Umweltverbänden will mit der Aktion nach eigener Darstellung den Druck gegen den Bau der A66-Verlängerung durch den Fechenheimer Wald erhöhen. Die Demonstranten forderten außerdem einen Rodungsstopp, weil in dem Waldstück eine geschützte Käferart entdeckt worden sei.

Frankfurt: Geplanter Ausbau der A66 – weitere Proteste angekündigt

In einer Pressemitteilung der „Kampagne Fecher bleibt - keine A66“ wurden unterdessen weitere Proteste gegen das Bauvorhaben angekündigt. Ein Sprecher der Gruppe Attac Frankfurt erklärte bezugnehmend in der Mitteilung, dass unter dem Motto „Wald retten, Klima schützen“ ein breites Bündnis am 8. Oktober zu einer Demonstration für den Erhalt des Waldes aufruft.

Der Zorn über die geplante Zerstörung des besonders biodiversen Waldes ist bei mit Blick auf den vergangenen Dürresommer und starken Fluten in anderen Teilen der Welt - wie etwa in Pakistan - sehr groß. Die Weiterführung der A66 und Anschluss an die A661, gehört seit knapp 40 Jahren zu den politischen Streitthemen in Frankfurt. Die Rodungsarbeiten für den benötigten Tunnel wurden mehrfach verschoben und sollen voraussichtlich im Winter beginnen.

Nach einer vergleichbaren Protestaktion, bei der sich 2020 Demonstrierende auf der A5 bei Zeppelinheim abseilten, beginnt demnächst ein juristisches Nachspiel. (dpa/nki)

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