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Autobahn-Ausbau: Etwas tun gegen den Mehrverkehr

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Von: Florian Leclerc

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Wo vor kurzem noch Bäume im Fechenheimer Wald standen, ist nun eine Schneise. Foto: Peter Jülich
Wo vor kurzem noch Bäume im Fechenheimer Wald standen, ist nun eine Schneise. Foto: Peter Jülich © Peter Jülich

Nach der Rodung im Fechenheimer Wald für die A66 diskutiert der Verkehrsausschuss über die Auswirkungen des Autobahnausbaus. Der nächste Ausbau steht bevor.

Nach der Rodung im Fechenheimer Wald für den Ausbau der A66 hat sich der Verkehrsausschuss des Römers am Montag mit dem Autobahnausbau beschäftigt. Rainer Frey von der Bürgerinitiative Riederwald merkte in der Bürgerfragestunde an, beim Ausbau der A66 mit Riederwaldtunnel könne man sich die Gleichung sechs mal 30 merken.

Auf der Straße am Erlenbruch gebe es laut Verkehrsprognose 2030 von Hessen Mobil nach dem Ausbau 30 Prozent weniger Verkehr. Auf der Hanauer und Friedberger Landstraße, in Bergen-Enkheim und auf dem Ratsweg stadteinwärts gebe es jeweils durchschnittlich 30 Prozent mehr Verkehr. Auf der A661 werde nach dem Ausbau Tempo 30 gefahren. Auch Bürger aus Bergen-Enkheim stellten die Sinnhaftigkeit des Ausbaus infrage.

Wie viel Mehrverkehr bringt der Ausbau der Autobahnen?

Frank Nagel (CDU) vertrat diese Position: „Wir sehen den Tunnel als Teil der Verkehrswende.“ Diese Aussage erntete Lacher aus der Runde. „Es gibt ein Recht auf Unsinn“, meinte Falko Görres („Die Partei“), der ein Wort von Uwe Schulz (FDP) aufgriff. Schulz hatte einen IS-Vergleich von Otto Gebhardt (Greenpeace) gegeißelt: Gebhardt hatte die Rodung im Fechenheimer Wald mit der Zerstörung von Kulturgütern verglichen.

Daniela Mehler-Würzbach (Linke) wies auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hin, die der Magistrat noch nicht beantwortet hat: Wie viel Mehrverkehr bringt der Ausbau der Autobahnen? „Man muss sich mit der Situation auseinandersetzen“, forderte sie. Eine Antwort blieb der Magistrat am Montag schuldig.

Falko Görres („Die Partei“) sagte: „Der Riederwaldtunnel bringt nichts. Außer, wenn man sich auf bestimmte Entlastungen beschränkt.“ Die Stadt müsse Projekte wie den Ausbau der A5 verhindern. „Es wird parlamentarisch in Frankfurt keine Verkehrswende geben“, gekämpft werden müsse außerparlamentarisch, meinte Manfred Zieran (Ökolinx).

Thomas Schlimme (Grüne) griff Frank Nagels Wort auf: „Das ist wirklich lächerlich.“ Der Ausbau der A66 werde vielerorts zu Mehrverkehr führen und zu zehn Jahren Baulärm im Riederwald. Schlimme sprach sich gegen den Ausbau der A5 auf zehn Spuren und den Ausbau der A3 aus.

Martin Huber (Volt) machte deutlich, Volt sei nicht für den Riederwaldtunnel, akzeptiere aber den Planfeststellungsbeschluss: „Wir müssen uns überlegen, wie wir mit dem Mehrverkehr umgehen.“ Stadtrat Stefan Majer (Grüne) sagte, die nordmainische S-Bahn sei eine Antwort auf den Mehrverkehr.

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