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Demokratie

Auszeichnung für Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz erhält den Scholl-Grimminger-Preis der Stadt Crailsheim. Sie wird für ihren Einsatz für Demokratie und Rechtsstaat ausgezeichnet.

Die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz wird mit dem nach zwei Mitgliedern der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ benannten Scholl-Grimminger-Preis der Stadt Crailsheim ausgezeichnet. Wie die in Baden-Württemberg gelegene Stadt betonte, setze die Juristin sich „unbeirrt für die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien gegenüber Menschen jeglicher Herkunft, Religion und Hautfarbe ein“.

Der Scholl-Grimminger-Preis wird in diesem Jahr erstmals verliehen. Hans Scholl war Mitbegründer der Weißen Rose, die mit Flugblättern zum Widerstand gegen die Nazi-Diktatur aufrief, Eugen Grimminger ein Unterstützer der Gruppe. Beide stammten aus Crailsheim. Der Preis soll alle zwei Jahre an Menschen gehen, die sich in besonderer Weise für Demokratie, zwischenmenschlichen Respekt und ein friedliches Zusammenleben eingesetzt haben. Geehrt werden jeweils eine Person oder Gruppe aus Crailsheim und Umgebung und eine von bundesweiter Relevanz.

Zu Basay-Yildiz teilte der Vergabebeirat des Preises mit, sie habe als Anwältin der Familie des NSU-Opfers Enver Simsek im Münchener NSU-Prozess scharfe Kritik am Rassismus in den deutschen Sicherheitsbehörden geübt und auch später Menschen vertreten, die von der Öffentlichkeit bereits vorverurteilt worden seien. Gemeinsam mit der Juristin wird Ursula Mroßko geehrt, langjährige Vorsitzende des „Weiße-Rose-Arbeitskreises Crailsheim“. Die Preisverleihung soll wegen der Corona-Pandemie im April 2022 nachgeholt werden.

Basay-Yildiz teilte der Frankfurter Rundschau mit, sie freue sich über den Preis und nehme ihn „stellvertretend für alle an, die gerade in diesen schwierigen Zeiten weiterhin unsere Rechtsordnung und insbesondere das Grundgesetz verteidigen“. Im Gedenken an Hans Scholl und Eugen Grimminger fühle sie sich der Losung „Nie wieder“ verpflichtet.

Basay-Yildiz erhält seit dem Sommer 2018 rassistische Morddrohungen mit dem Absender „NSU 2.0“. Ihre persönlichen Daten wurden vor der ersten Drohung an einem Frankfurter Polizeicomputer abgerufen, was einen hessenweiten Polizeiskandal auslöste. Wer die Drohmails verschickt, konnte bis heute nicht geklärt werden.

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