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Im Impfzentrum und durch mobile Impfteams wurden bisher 300000 Personen immunisiert. monika müller
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Im Impfzentrum und durch mobile Impfteams wurden bisher 300000 Personen immunisiert. monika müller

Coronavirus

Ausweitung mobiler Impfungen in Frankfurt geplant

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Gesundheitsdezernent plant, mit mobilen Impfteams gezielt in die Stadtteile zu gehen und Termine in Gemeindehäusern anzubieten.

Nahezu 300 000 Menschen sind in Frankfurt bisher im Impfzentrum und durch mobile Impfteams geimpft worden. Das teilte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung mit. Nicht eingerechnet seien dabei die Impfungen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Die Impfung der Priorisierungsgruppen 1 und 2 seien nahezu abgeschlossen und die der Priorisierungsgruppe 3 schreite gut voran. Er könne sich mit der erwarteten Öffnung der Priorisierungen im Juni und der erwarteten Zunahme an Impfstoffmengen „mittelfristig auch offene Impftermine etwa in Gemeindehäusern vorstellen“.

Bisher haben die mobilen Teams rund 36 000 Personen geimpft. Etwa in Altenpflegeheimen. Derzeit seien sie noch in Gemeinschaftsunterkünften im Einsatz, auch gebe es noch 3000 Personen über 80 Jahren, die nicht mobil seien. Die müssten abtelefoniert werden, das Impfen zu Hause „ist eine zeitaufwendige Arbeit“. Ziel sei, schwer erreichbare Gruppen mit den Teams ein niedrigschwelliges Angebot zu machen.

In den Gemeinschaftsunterkünften seien mehr als 16 000 Menschen bisher durch die mobilen Teams geimpft worden, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). „Und die Zahlen steigen täglich.“ Durch die Aufklärungskampagne „Frankfurt bleibt gesund“ würden die Menschen „auf Augenhöhe in ihrer Muttersprache“ über geltende Regeln und Impfungen aufgeklärt. So gibt es auf der seit dem 24. März bestehenden Webseite der Kampagne Flyer, Plakate und Videos. Bisher sei die Seite 1000 Mal und die Youtube-Videos seien 1600 Mal aufgerufen worden. „Das ist eine gute Resonanz“, sagte Birkenfeld. „Zielgruppe sind ja nur die Betreiber und Bewohnerinnen und Bewohner.“

Wenn die Priorisierung aufgehoben ist und es genügend Impfstoff gibt, dann will Gesundheitsdezernent Majer die mobilen Impfungen ausweiten. So könne es gezielte Impfungen in Stadtteilen geben, sagte Majer. Dazu sei es nötig, Partner vor Ort zu gewinnen, „die die Koordinierung im Stadtteil machen und für Akzeptanz sorgen“. Vereine könnten dabei etwa helfen.

Auch bei der Impfung der etwa 65 000 Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren sollen teilweise mobile Teams vor Ort an den Schulen zum Einsatz kommen, sobald es einen zugelassenen Impfstoff gibt. „Aber bei dieser Aufgabe, die wir vor der Brust haben, brauchen wir alle: mobile Impfteams, Impfzentrum, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte“, sagte Majer. Michael Heiland, Leiter des Impfzentrums Frankfurt, teilte am Nachmittag mit: „Wir prüfen im Impfzentrum derzeit die Möglichkeiten, vor dem Hintergrund verfügbarer Kapazitäten und ausreichender Impfdosen, die Öffnungszeiten nochmal auszuweiten und Sondertermine anzubieten, um diese Mammutaufgabe zu stemmen.“

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) bereitet derweil ein Paket vor, um Kindern und Jugendlichen wieder „gelungene Bildungs- und Lebenswege zu eröffnen“. Sie hätten in der Pandemie sehr gelitten. Es solle Sprachkurse, aber auch Bewegungsangebote, Maßnahmen zur Gesundheit und Ernährung und zur sozialen Teilhabe geben. Die Unterstützungsangebote sollten im Sommer beginnen können, sagte Weber. „Die Kinder und Jugendlichen sollen wieder in der Gesellschaft ankommen.“

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