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Ausstellungen in Frankfurt: Vom Fluch bis zum Klimawandel

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Von: Andreas Hartmann

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Einer der charmanten Briefe des bekannten Illustrators Axel Scheffler, zu sehen in einer Ausstellung über dessen Künstlerbriefe.
Einer der charmanten Briefe des bekannten Illustrators Axel Scheffler, zu sehen in einer Ausstellung über dessen Künstlerbriefe. © Axel Scheffler

Fantasievolle Briefe und wütende Hassmails: Das Museum für Kommunikation am Frankfurter Museumsufer plant für 2022 einige spektakuläre Ausstellungen.

Der wunderbare Bilderbuch-Illustrator Axel Scheffler schreibt noch richtige Briefe – über die sich die Empfängerinnen und Empfänger sicher doppelt freuen. Denn neben dem uns unbekannten Inhalt, den ja das Briefgeheimnis schützt, umfassen sie auch prachtvolle, von Scheffler fantasievoll individuell gezeichnete Umschläge.

Da grüßt etwa die Königin von England (Scheffler lebt schon seit langem in London) hoch zu Ross die berühmteste Schöpfung des Illustrators, den Grüffelo, kunstvoll hat er Briefmarke und Bild zusammengeführt. Auf anderen Briefen turnen Elefant und Krokodil miteinander, oder eine Don-Quichotte-Ritterin reitet gegen die Windmühlen.

Ausstellungen des Museums für Kommunikation 2022

Das Museum für Kommunikation am Frankfurter Museumsufer, Schaumainkai 53, plant für dieses Jahr wieder einige große und kleinere Ausstellungen. Geöffnet ist es dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen auch bis 19 Uhr.

Die Ausstellung „Funk für Fans. Hessische Rundfunkgeschichten“ mit vielen Exponaten des HR begleitet vom 17.2. bis 4.9. die Schau „On Air. 100 Jahre Radio“, die am 28.8. endet.

Fantasievolle Künstlerbriefe des bekannte Illustrators Axel Scheffler zeigt „Von Monstern, Mäusen und Menschen. Axel Schefflers fantastische Briefbilder“ vom 12.3. bis 24.7.

Mit der Geschichte des Fluchens beschäftigt sich „Potz Blitz. Vom Fluch des Pharaos bis zur Hate Speech“ vom 11.8. bis 29.1.2023.

Am 12. Oktober eröffnet „Klima_X“ über Klimawandel und Klimaschutz, die bis 28.8.2023 zu sehen sein wird. Damit will das Museum auch eine Orientierungshilfe im aktuellen Diskurs bieten, unter anderem mit einem umfangreichen Begleitprogramm. aph

Das alles ist echte Post, gestempelt und ausgetragen, und vom 12. März bis zum 24. Juli zu sehen in der Ausstellung „Von Monstern, Mäusen und Menschen. Axel Schefflers fantastische Briefbilder“ im Frankfurter Museum für Kommunikation. Scheffler kommt selbst und bleibt nach der Vernissage noch bis Sonntag, 13. März, zu einer Lesung mit Schnellzeichenaktion mit ihm und dem Frankfurter Illustrator Philip Waechter. Eine „Liebeserklärung an den Brief“ nennt Corinna Engel vom Museum die Ausstellung.

Aufsehen dürfte die große Ausstellung „Potz Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech“ erregen, die ab Mitte August hier zu sehen sein wird. Sie widmet sich der Kulturgeschichte des Fluchens, fachkundig zusammengestellt und mit Bezügen zur Gegenwart versehen von Kurator Rolf-Bernhard Essig, dem das Museum bereits eine höchst originelle Schau über Redewendungen verdankte. Ein eigenes Kapitel hat er dem Ort gewidmet, wo mutmaßlich am meisten geschimpft wird, dem Auto.

Kunst, Kulturgeschichte und im Herbst auch Gesellschaft – die dritte große Ausstellung, die Mitte Oktober beginnt, beschäftigt sich mit dem Klimawandel. „Wir haben lange nach einem Titel gesucht“, meint Kuratorin Katja Weber. „Klima_X“ heißt sie nun und wird begleitet von vielen Workshops und Vorträgen.

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