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Bild des Fotografen Yves Sambu aus der Ausstellung „RAY 2021: Ideologien“.
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Bild des Fotografen Yves Sambu aus der Ausstellung „RAY 2021: Ideologien“.

Kultur in Frankfurt

Ausstellungen in Frankfurt blicken in Zukunft

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt stellt sein Ausstellungsprogramm 2021 vor. Im Zentrum steht die Frage nach der Welt von morgen.

Was muss geschehen, damit Mensch und Umwelt in Zeiten von Klimawandel und Pandemie überleben? Welche Ideologien müssen überwunden werden, um das gesellschaftliche Zusammenleben zu verändern? Viele der Ausstellungen, die in diesem Jahr im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen sein werden, befassen sich mit Zukunftsfragen. Bei einer ist Museumsdirektor Matthias Wagner K zuversichtlich. Er geht davon aus, dass die Museen und damit auch sein Haus „in naher Zukunft“ öffnen können.

Ein Produkt, das der deutsche Industriedesigner Dieter Rams gestaltet hat, haben die meisten wohl schon in ihren Händen gehalten. Die Designs, die er für namhafte Unternehmen wie den Elektrogeräte-Hersteller Braun entwarf, sind wegen der Klarheit ihrer Formen und leichten Bedienbarkeit legendär. „Dieter Rams. Ein Blick zurück und voraus“ ist die Ausstellung überschrieben, die am 16. April öffnen soll und etwa 30 von Rams selbst ausgesuchte Objekte sowie Fotografien und Reproduktionen zeigen wird. Dessen Diktum, dass gutes Design umweltfreundlich sei, weil es einen langen Nutzungszyklus ermögliche, zeige, wie aktuell der Designer sei, sagte der Museumsdirektor gestern bei der Vorstellung des Jahresprogramms seines Hauses. Die Ausstellung werfe die Frage auf, wie unsere Welt zukünftig gestaltet werden solle, damit sie noch überleben könne.

Ausstellungen

Diese Ausstellungen werden 2021 im Museum Angewandte Kunst öffnen: Dieter Rams . Ein Blick zurück und voraus, 16. April bis 8. August. Aus heutiger Sicht. Diskurse über Zukunft, 24. April, bis 4. Juli.. Ideologien. RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain, 3. Juni bis 12. September. Erfolgsprogramm Künstlerbücher. Verlag der Buchhandlung Walther König, 4. September bis 30. 1. 2022. Kunsthandwerk ist Kaktus : Ausstellung zum Museumsbestand nach 1945 bis heute, 25. September bis 20. Februar 2022. Meet Asian Art : Fragmente. Über das Unvollständige in der ostasiatischen Kunst, 25. November bis 24. September 2022 www.museumangewandtekunst.de

Diskurse über die Zukunft will auch die Ausstellung „Aus heutiger Sicht“ bieten, die Studierende und Lehrende der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Kunsthochschule 2020 gemeinsam mit dem Museum Angewandte Kunst entwickelten. Im zweiten Stockwerk werden auf 1500 Quadratmetern vom 24. April bis 4. Juli Installationen, Skulpturen, Objekte, Performances, Filme und vieles mehr zu sehen sein, die sich mit Zukunftsszenarien beschäftigen.

In Vergangenheit und Zukunft blickt eine Ausstellung, die vom 3. Juni bis 12. September im Rahmen der Internationalen Triennale „RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein-Main“ zu sehen sein wird. Gemäß des Triennale-Themas „Ideologien“ wollen die Fotograf:innen Yagazie Emezi, geboren in Nigeria, und Yves Sambu, geboren im Kongo, mit ihren Bildern einst im Kolonialismus begründete, rassistische Denkmuster durchbrechen, die bis heute unsere Vorstellungen von Afrika prägen.

Aus dem Fundus des Museums schöpft die Ausstellung „Kunsthandwerk ist Kaktus“, die von 25. September an in Anlehnung an die Überlebenskunst der im Titel genannten Pflanze das Zukunftspotenzial des Kunsthandwerks ergründet. Über 1500 Werke, die von 1945 bis heute entstanden sind, werden ausgestellt. Dazu wird es einen umfangreichen Katalog geben.

Wagner K zeigte sich zuversichtlich, dass die Ausstellungen, darunter auch eine zum Thema Künstlerbücher aus dem Verlag der Buchhandlung Walther König, zu den genannten Terminen zu sehen sind. Er erwartet, dass die Museen bald öffnen, schließlich hätten sie bewiesen, dass Besuche unter Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften möglich seien. 170 000 Besucher:innen kamen vor Corona jährlich ins Museum. Wagner K hofft, dass sein Haus diese Zahl, wenn nicht in naher Zukunft, so doch allmählich wieder erreichen wird.

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