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Kunstvolle Täuschung – ein Handy-Bild von Benjamin Wolf.
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Kunstvolle Täuschung – ein Handy-Bild von Benjamin Wolf.

Ausstellungen in Frankfurt

Ausstellung in Frankfurt: Mehr als selbstverliebte Selfies

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Eine Ausstellung in Frankfurt zeigt, dass Handybilder eine eigene Kunst-Form sind. Gesammelt hat der Kurator die Bilder in einer Facebook-Gruppe.

Selbstverliebte Selfies, Fotos von Katzen oder vollen Tellern: Über die Qualität von Handy-Bildern werde oftmals die Nase gerümpft, sagt Ulrich Mattner. Dass sie aber durchaus künstlerische Qualität haben können, das will der Frankfurter Journalist und Fotograf mit einer Ausstellung beweisen, die er für die Fotogalerie Wiesenhüttenplatz im Le Méridien Hotel kuratiert hat. Von Freitag, 6. August, an sind dort unter dem Titel „Heim-A(r)t 2021“ Bilder zu sehen, die Fotografinnen und Fotografen in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet mit ihren Mobiltelefonen gemacht haben.

Ein blattloser Baum, dessen dunkle Äste wie Krakenarme aus seinem Stamm wachsen, spiegelt sich im Main. Fast sieht es so aus, als ob der Fotograf für die Aufnahme selbst im Wasser gestanden hat, doch das ist eine optische Täuschung. „Auf einem Tisch vor dem Oosten an der EZB lag nach einem Regen eine Wasserlache. Ich habe die Kamera meines Handys so nah an der Wasseroberfläche platziert, dass es so wirkt, dass sie darunter steht“, sagt Benjamin Wolf, dessen Bild zu sehen sein wird.

Ausstellung

Die Ausstellung „Heim-A(r)t 2021 – Handy-Fotos aus Frankfurt/Rhein-Main“ öffnet am Freitag, 6. August, um 18 Uhr auf dem Wiesenhüttenplatz im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Die 50 besten Bilder des Fotowettbewerbs sind bis Samstag, 4. September, in der Fotogalerie Wiesenhüttenplatz im Le Méridien Hotel Frankfurt zu sehen. Sie ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. lad

Der 42-jährige ist einer von vielen Hobby-Fotografen und Fotografinnen, die dem Aufruf Mattners, für einen Wettbewerb Handy-Bilder einzureichen, gefolgt sind. Knapp 1000 Mitglieder hat die Facebook-Gruppe, die der Kurator eigens dafür gegründet hat. Die Auswahl der 50 Bilder, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, erfolgte Facebook-typisch. Sie haben die meisten „Likes“ bekommen.

Benjamin Wolf hat seit langem Freude an der Fotografie. Im Zivildienst begann er mit einer Pocket-Kamera zu experimentieren. Inzwischen besitzt er auch hochwertige Kameras, doch immer öfter macht er Bilder mit dem Handy. „Die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat“, zitiert der Frankfurter eine alte Fotografen-Regel. Neben der schnellen Verfügbarkeit reizt ihn am Fotografieren mit dem Handy, dass ihm die darin integrierte kleine Kamera Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven erlaubt.

„Die Qualität der Handykameras hat rasant zugenommen“, sagt Mattner, der seit Jahren über Frankfurt als Banken- und Börsenplatz und über das Bahnhofsviertel berichtet und auch Foto-Workshops etwa zu „Lost Places in Frankfurt“ gibt. Vor einem Jahr sollte die Ausstellung bereits öffnen. Wegen der Pandemie ging das nicht. Am Freitag, 6. August, beginnt die Schau mit Preisverleihung und Vernissage auf dem Wiesenhüttenplatz. Alle Bilder der Ausstellung werden auf einem Bildschirm zu sehen sein. Und die beteiligten Fotografinnen und Fotografen werden über die zu Unrecht geschmähte Handy-Fotografie zu sprechen.

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