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Ausstellung erneut beschädigt

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Von: Marie-Sophie Adeoso

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Tafeln zeigen die Sportler auf dem Rathenauplatz.
Tafeln zeigen die Sportler auf dem Rathenauplatz. © beveswelt.de

Erneut sind Figuren jüdischer Sportlerinnen und Sportler am Rathenauplatz zerstört worden. Diesmal trifft es die Figur der Leichtathletin Gretel Bergmann.

Bereits zum zweiten Mal haben Unbekannte Teile der Ausstellung über jüdische Sportlerinnen und Sportler am Rathenauplatz beschädigt. Wie das Jüdische Museum mitteilte, sei in der Nacht zu Mittwoch die Figur der Leichtathletin Gretel Bergmann zerstört worden. Die Polizei ermittelt.

Bereits wenige Tage nach der Eröffnung am 15. Juni war die Ausstellung Ziel von Vandalismus geworden. Damals waren zwei Figuren zerstört worden, die Walter Bensemann und Lilli Henoch zeigten. Sie wurden zwischenzeitlich ersetzt.

Die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ wurde vom Zentrum deutsche Sportgeschichte konzipiert und ist noch bis zum morgigen Freitag in der Innenstadt zu sehen, präsentiert vom Jüdischen Museum und den Sportvereinen Makkabi und Eintracht Frankfurt. Sie zeigt 16 Figuren von jüdischen Nationalspielern, Olympiasiegern, Welt- und Europameistern und anderen Rekordhaltern, deren sportliche Karriere mit der systematischen Ausgrenzung aus den Vereinen, Entrechtung, Vertreibung und Ermordung durch das nationalsozialistische Regime beendet wurde. Das Jüdische Museum bietet am Freitag zum Abschluss um 16 Uhr eine kostenlose öffentliche Führung an.   

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