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Streit um die Bezeichnung Mohren-Apotheke.
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Streit um die Bezeichnung Mohren-Apotheke.

Streit um "Mohren-Apotheke"

Ausländervertretung geißelt "Hetzkampagne"

  • Marie-Sophie Adeoso
    VonMarie-Sophie Adeoso
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Die Kommunale Ausländervertretung hatte die Bezeichung "Mohren-Apotheke" als rassistisch angeprangert. Seitdem erhält sie Hassmails und Drohungen.

Die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung äußert sich in einer Pressemitteilung „entsetzt über die Hetzkampagne“, die das ehrenamtlich arbeitende Gremium in der Folge seines Antrags zum Thema „Mohren-Apotheken“ erreiche. „Die KAV verurteilt ausdrücklich jegliche Hassmails und Drohungen, die insbesondere unsere engagierte Kollegin Virginia Wangare Greiner, Mitglied der KAV und Vertreterin der Deutschafrikaner, im Visier haben“, heißt es im vom Vorsitzenden Jumas Medoff unterzeichnete Schreiben, das „alle demokratischen Kräfte“ auffordert, „gemeinsam gegen Hass, Intoleranz und Rassismus anzutreten“, statt Öl ins Feuer zu gießen.

So habe die „Welle von Hasstiraden“ noch einmal zugenommen und sich auch in telefonischen Drohungen geäußert, nachdem der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Thomas Kirchner, den KAV-Antrag Anfang der Woche als „einfach bizarr“ bezeichnet und hinterfragt hatte, ob das Wort „Mohr“ tatsächlich rassistisch ist. Kirchners „Versuch, den Deutschafrikanern vorzuschreiben, wie man Rassismus zu empfinden hat“, werde von der KAV als Beleidigung aufgefasst.

„Kirchner war noch nie da“

Die Stellungnahme des CDU-Mannes, der sagte, die KAV solle sich besser „mit Themen befassen, die im Alltag tatsächlich von Bedeutung sind“, und dazu unter anderem judenfeindliche Beleidigungen als Beispiel anführte, zeige zudem, dass er sich „bis jetzt weder persönlich noch mittels der Medien über unsere Arbeit informiert hat“. So habe er als integrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion seit der KAV-Wahl im November 2015 nicht einer einzigen Sitzung des Gremiums beigewohnt.

Die KAV habe alleine in den vergangenen zwei Jahren 75 Anregungen an die Stadtverordnetenversammlung gerichtet sowie „fast 100 Initiativen, Vorschläge und Veranstaltungen“ umgesetzt, führt Medoff weiter aus. Gerade der Einsatz gegen Antisemitismus sei eines der Hauptthemen der laufenden Wahlperiode gewesen. So habe die KAV eine Synagoge besucht, die Ausstellung „Die unbekannten Helden - Rettung der Juden“ ausgerichtet, zu der auch Thomas Kirchner eingeladen gewesen sei, sowie eine bundesweit einmalige Initiative für muslimische Frankfurter Jugendliche in Israel organisiert. In der kommenden KAV-Plenarsitzung sollen zwei Rabbiner zu Gast sein.

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