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Das 7. Polizeirevier hat seinen Sitz in dem Gebäude.
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Das 7. Polizeirevier hat seinen Sitz in dem Gebäude.

Fechenheim

Ausgezeichnete Sanierung

  • VonAlina Leimbach
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Das historische Rathaus in Fechenheim erhält den Hessischen Denkmalschutzpreis 2015. Das Gebäude ist 1902 errichtet worden. Vom Turm aus hat man eine grandiose Aussicht.

Der ehemals morsche Turm ist wieder betretbar, das Fachwerk wurde aufgearbeitet und die Fassade erstrahlt im neuen Glanz. Für rund 1,5 Millionen Euro hat die Wohnbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding das historische Rathaus an der Pfortenstraße saniert – und erhält dafür am heutigen Dienstag den Hessischen Denkmalschutzpreis 2015.

„Der Preis ist eine große Ehre. Gerade auch, weil das Fechenheimer Rathaus ein Stück Identität des Ortsteils ist“, sagt ABG-Chef Frank Junker. Der Putz an der Fassade des 1902 errichteten Gebäudes sei vor dem Beginn der Sanierung in die Jahre gekommen und schadhaft gewesen. Auch die Dachkonstruktion war renovierungsbedürftig. Bei den Arbeiten von 2013 bis 2014 sei größter Wert darauf gelegt worden, alles möglichst originalgetreu herzurichten, so Junker.

Dass das Ziel mehr als erreicht wurde, bescheinigt der Hessische Denkmalpreis. Ausgezeichnet werden damit vom Hessischen Denkmalamt und Lotto Hessen „Leistungen mit überregionaler Bedeutung auf den Gebieten der archäologischen Denkmalpflege, der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der Gartendenkmalpflege“. Gegen 29 andere Bewerber hat sich das Rathaus im Stil der Neurenaissance durchgesetzt. Die Sanierungsmaßnahmen seien dabei gar nicht leicht gewesen, erklärt Junker. Die Fassade setzt sich aus Fachwerk, Sandstein und Putz zusammen.

Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, lobt besonders die enge Zusammenarbeit der ABG mit dem Frankfurter Denkmalamt. Er freut sich, dass der Turm auf dem Dach des historischen Gebäudes wieder betretbar ist: „Jetzt ist wieder möglich, die grandiose Aussicht weit über Fechenheim hinaus zu genießen.“

Auch Hermann Altpaß, Vorsitzender des Fechenheimer Heimat- und Geschichtsvereins, betont, dass er die Arbeiten sehr gelungen findet: „Viele Bürger bleiben stehen, um sich die neugemachte Fassade anzuschauen.“ Schon zur Zeit der Errichtung sei es ein herausragendes Gebäude gewesen: „300 000 Mark hat es 1902 gekostet – für damalige Verhältnisse ein Vermögen“, erklärt der Hobby-Historiker.

Auch wenn das Gebäude nach der Eingemeindung seine eigentliche Funktion verloren hat: Noch immer stellt es einen der wichtigen Orte des Stadtteils dar. Das 7. Polizeirevier ist dort untergebracht, vor dem Eingang wird darüber informiert, was im Ortsbeirat und den Vereinen ansteht, auch das Einwohnermeldeamt und das Schiedsgericht haben im Rathaus nach wie vor ihren Sitz.

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