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Ausgelastete OP-Säle

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Von: Steven Micksch

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Unfallklinik in Seckbach sagt weniger dringliche Eingriffe ab. Nur Notfälle werden behandelt.

Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik (BGU) im Stadtteil Seckbach hat bis einschließlich Donnerstag, 29. Dezember, alle elektiven (aufschiebbare) stationären Operationen abgesagt. Laut Pressemitteilung der Klinik seien alle elf Operationssäle bis dahin mit Nofallpatientinnen und -patienten verplant. Dabei gehe es um mehr als 50 dringliche Operationen.

Grund für diese Einschränkung sei die extreme Witterung wie Anfang der Woche mit Eisglätte und die damit verbundenen Stürze. Die steigenden Patientenzahlen aufgrund der Witterung führen zu einer deutlichen Mehrbelastung in der Notaufnahme. Es sei davon auszugehen, dass auch zum Jahreswechsel mit erhöhtem Patientenaufkommen in der Notfallambulanz zu rechnen sei.

„Alle Notfälle werden selbstverständlich behandelt und alle dringlichen Behandlungen oder Operationen wie zum Beispiel schmerzhafte Knochenbrüche werden natürlich weiter durchgeführt“, sagte Reinhard Hoffmann, Ärztlicher Direktor der BGU Frankfurt.

Auch in den anderen Krankenhäusern war am extrem glatten Montag viel los: Im Klinikum Höchst waren rund viermal so viele Notfälle zu behandeln wie sonst, und auch am Frankfurter Universitätsklinikum werden noch immer viele Menschen versorgt, die auf den spiegelglatten Wegen ausgerutscht waren und sich Knochenbrüche zugezogen hatten.

„Das bindet viele personelle Ressourcen, aber es führt nicht dazu, dass alle sogenannten elektiven Eingriffe generell abgesagt werden“, sagte der Sprecher Christoph Lunkenheimer. Es komme aber zu Einschränkungen und der Verschiebung einiger medizinisch nicht dringender Operationen.

Am Montag war die Notaufnahme der Uniklinik komplett überlaufen, Unfallchirurgen aus anderen Abteilungen wurden zur Unterstützung gerufen, auch anderes Personal verstärkte die Besetzung. mic/tjs

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