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Schottergärten, auch „Gärten des Grauens“ genannt, sind aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll.
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Schottergärten, auch „Gärten des Grauens“ genannt, sind aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll.

Stadtnatur

Aus für Schottergärten in Frankfurt naht

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Der Magistrat will künftig grüne Gärten. Betroffen sind zunächst aber nicht alle bestehenden Grundstücke.

Sie sind schlecht fürs Klima und versprechen auch nur scheinbar weniger Arbeit: Gärten, in denen keine Pflanzen wachsen, sondern Schottersteine ausgestreut sind. Nach dem Willen des Frankfurter Magistrats sollen sie künftig verboten sein – so sieht es der Entwurf der Freiraumsatzung vor, auf den sich die Stadtregierung geeinigt hat. Die Stadtverordneten werden noch darüber beraten und beschließen.

Für private Neu- und Umbauten gilt: Es soll keine Schottergärten und keine Versiegelung mehr geben. Auch meterhohen Sichtzäunen und Plastikpflanzen hat der Magistrat bereits am Freitag eine Absage erteilt, wie er am Montagabend mitteilt. Grün soll in Vorgärten, Hinterhöfen und auf Dächern dominieren – auch auf der Garage. „Wir haben in drei Dürresommern erlebt, wie stark sich die Stadt aufheizen kann“, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Da hilft nur viel Grün.“ Klimatisch, gestalterisch und auch beim Schutz vor Schall und Luftschadstoffen hätten Pflanzen klare Vorteile gegenüber Steinen. Heilig: „Die neue Satzung wird das Stadtbild aufwerten, das Stadtklima verbessern und einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.“

Es gehe darum, ausreichend Begrünung sicherzustellen, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). „Im Sinne einer nachhaltigen Innenentwicklung gehen wir damit konkret gegen zunehmende Versiegelung vor, insbesondere gegen Schottergärten vor und hinter den Häusern.“ Die Freiraum- und Gestaltungssatzung gelte aber nur für Neu- und Umbauten, daher müsse jetzt niemand den Bestand verändern. Für Verstöße droht Bußgeld bis zu 15 000 Euro.

Schon jetzt ist gesetzlich geregelt, dass Grundstücke Wasser versickern lassen müssen. Das schreibe die Hessische Bauordnung vor – ohne jedoch Umfang und Qualität der Bepflanzung zu definieren, erläutert der Magistrat. Auch die bestehende Frankfurter Vorgartensatzung habe nicht ausgereicht, die Ziele klar zu definieren.

Gebäude- und Grundstücksfreiflächen nähmen derzeit knapp ein Drittel des etwa 248 Quadratkilometer großen Stadtgebiets ein, informiert die Stadtregierung. Die Satzung gelte bei Neu- oder größeren Umbauten für die Grundstücke einschließlich unterbauter Freiflächen und für die äußere Gestaltung der Gebäude.

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