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Aus für den „Hessischen Hof“ in Frankfurt

  • Claus-Jürgen Göpfert
    vonClaus-Jürgen Göpfert
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Das berühmte Hotel schließt am 12. November. Der Rettungsversuch der Stadt ist gescheitert.

Die von der Stadt Frankfurt erhoffte Rettung des legendären Luxushotels „Hessischer Hof“ an der Messe kommt nicht zustande. Ein Sprecher der Hessischen Hausstiftung, der das Anwesen gehört, bestätigte, dass es bei der geplanten Schließung bleibt. Als letzter Öffnungstag sei nun der 12. November festgelegt worden.

Der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) hatte gehofft, durch die Vermittlung eines Kredites den Erhalt des traditionellen Beherbergungsbetriebes erreichen zu können. Er traf sich deshalb mit Landgraf Donatus zu Hessen, dessen Familienbesitz die Hausstiftung bündelt. Die Entscheidung, das Hotel zu schließen, sei jedoch nicht revidiert worden, so der Sprecher der Stiftung. Als Ursache für die Aufgabe war unter anderem die Corona-Pandemie genannt worden. Der „Hessische Hof“ hatte in 68 Jahren zahlreiche prominente Gäste des benachbarten Messegeländes beherbergt, insbesondere während der jährlichen Buchmesse im Oktober. Sie war in diesem Jahr wegen Corona physisch ausgefallen. Die Hausstiftung urteilt, dass die wirtschaftliche Perspektive für Tagungen und Messen in den nächsten zwei Jahren schlecht bleiben wird. Zu den Gästen des Luxushotels hatte Rocksänger Mick Jagger ebenso gezählt wie der Dalai Lama. Mit der Schließung gehen 63 Arbeitsplätze verloren.

Die Auslastung der 312 Hotels in Frankfurt ist im Oktober wegen der grassierenden Corona-Pandemie noch einmal stark geschrumpft. Sie liege gegenwärtig nur noch bei rund 25 Prozent, sagt Thomas Feda, der Geschäftsführer der städtischen Tourismus und Congress Gesellschaft.

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