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Rund um Frankfurt gibt es noch viele fruchtbare Böden.

Umweltschutz

Aufruf zu weniger Versiegelung in Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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BUND und Ernährungsrat Frankfurt setzen sich gegen Versiegelung ein. Fruchtbarer Boden werde für Wichtigeres gebraucht.

Bodenverbrauch und Flächenversiegelung drastisch verringern: Das fordern der BUND Frankfurt und der Frankfurter Ernährungsrat. Angesichts des größer werdenden Siedlungsdrucks und Flächenbedarfs für Wohnraum verlangt der BUND-Kreisverband, den Verbrauch von Boden in Hessen von derzeit etwa 3,5 Hektar auf ein Hektar pro Tag zu senken.

Zum „Boden des Jahres 2021“ hat das gleichnamige Kuratorium den Löss bestimmt. „Lössboden bedeckt die Flur im Frankfurter Nordwesten und der Wetterau“, erinnert der BUND, „einer der fruchtbarsten Böden in Deutschland mit einem Bodenwert 80 auf der 100er Skala.“ An vielen Stellen drohe ihm die Versiegelung.

Der BUND Frankfurt unterstütze daher den Aufruf der Kollegen aus Rheinland-Pfalz, sich an der Foto-Aktion „Bodenschutz statt Betonschmutz“ zu beteiligen (nähere Informationen unter www.bund-rlp.de und im Blog https://lubricus.world).

In Frankfurt seien Pläne wie jene für einen neuen Stadtteil im Nordwesten entlang der A5 „grundsätzlich zu überdenken“. Der BUND spricht sich gegen Logistik- und Factory-Outlet-Zentren auf landwirtschaftlich genutzten Flächen aus. Neuste Wachstumsprognosen gingen statt 850 000 Einwohnern im Jahr 2030 nur noch von 781 500 aus; dem müsse die Bauplanung angepasst werden.

 Landwirtschaftliche Flächen werden gebraucht

„Wir müssen wertschätzen, welch reichhaltiges Leben unter unserer Erde pulsiert“, plädiert der BUND. In einem Kubikmeter gesunden Oberbodens lebten mehr Organismen, als es Menschen auf der Erde gebe: „Wenn Böden versiegelt werden, dann sterben diese Organismen unwiderruflich.“

Auch der Frankfurter Ernährungsrat hält die geplante Ausweisung von landwirtschaftlich genutzten Flächen als Baugebiete für problematisch: „Frankfurt sowie die Städte und Gemeinden der Region brauchen ihre landwirtschaftlichen Flächen!“, betont Sprecherin Bärbel Praetorius. Zwar stimme der Ernährungsrat der Ansiedlung neuer Unternehmen und der Schaffung von Wohnraum zu – aber nicht auf Kosten der Versiegelung unserer lokalen Lebensgrundlage, des Acker- und Grünlands. Auch wenn das Bauen auf offener Fläche oberflächlich betrachtet zunächst günstig erscheine, sei es doch mit sehr hohen Kosten für die Gesellschaft verbunden.

Die Sorge, nicht genug frische und gesunde Lebensmittel zu haben, könne unerwartet schnell um sich greifen, warnt Praetorius. Immer mehr Menschen wünschten sich regional und nachhaltig erzeugte hochwertige Lebensmittel, erinnert der Ernährungsrat und fordert: „Neue Versiegelungen müssen unbedingt vermieden werden.“

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