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Das Türkische Filmfestival startet am 13. Oktober. Eines der Themen ist der Zusammenprall der Kulturen.

Türkisches Filmfestival in Frankfurt

Auch Filme integrieren

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Am 13. Oktober startet in Frankfurt das Türkische Filmfestival. Gezeigt werden auch deutsche und französische Produktionen.

Es geht um Politik, um Liebe, um das ganz große Drama – und um französische Komödien. Um Culture-Clash-Komödien, um genau zu sein, also Filme, deren Komik vom Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen lebt. Diese Filme sind ein Schwerpunkt des Türkischen Filmfestivals, das am 13. Oktober beginnt.

Zwar stehen auch in diesem Jahr türkische und deutsche Produktionen im Mittelpunkt, aber eben nicht nur. „Culture-Clash-Komödien können die Franzosen einfach am besten“, sagte Hüseyin Sitki, der Leiter des Festivals, bei der Vorstellung des Programms. Drei dieser französischen Komödien werden während des Türkischen Filmfestivals gezeigt.

Die meisten der fast 40 Filme sind türkische oder deutsche Produktionen, darunter Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentationen. Gezeigt werden sie auf Deutsch, mit deutschem oder englischem Untertitel. „Kelebekler“ – auf deutsch Schmetterlinge - etwa ist eine Mischung zwischen Drama und Komödie. Die Independent-Produktion erzählt von drei Geschwistern, die sich 30 Jahre lang nicht gesehen haben und nach dem Tod ihres Vaters gezwungen sind, sich einander wieder anzunähern.

Aber auch „Tokat – Das Leben schlägt zurück“ gehört zum Programm des Filmfestivals. Es geht um Kerem, Dönmez und Hakan. die in ihrer Jugend in den 90er Jahren in Frankfurt berüchtigten Banden wie den Turkish Powerboys angehörten. Seitdem sind mehr als 20 Jahre vergangen, die drei sind erwachsen geworden – und müssen feststellen, dass ihre Lebenswege kaum noch Parallelen haben.

Mit Produktionen wie diesen geht das Türkische Filmfestival in die 18. Runde und leistet, so sagte es Festivalleiter Sitki, „einen wertvollen Beitrag zur Integration“. Ein Film baue Brücken und Verbindungen zu anderen Kulturen. Daneben geht es Sitki und seinem ehrenamtlichen Team auch darum, der zweiten und dritten Generation der in Deutschland lebenden türkischstämmigen Jugend einen Überblick über die türkische Filmlandschaft zu geben – „und somit ihre interkulturelle Kompetenz zu fördern.“

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