Universität Frankfurt

Asta Frankfurt gegen Baustart für Studierendenhaus

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Die vereinbarte Nutzung sei nach derzeitigem Stand nicht möglich.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Frankfurter Goethe-Universität lehnt einen vorgezogenen Baubeginn für das Studierendenhaus auf dem Campus Westend ab. Wie die Studierendenvertretung am Dienstag in einer Pressemitteilung betonte, sei nach derzeitigem Stand für den Neubau nicht die Nutzung vorgesehen, wie sie ursprünglich zwischen Asta, Universitätsleitung und dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBiH)vereinbart worden sei.

Hintergrund ist eine Entscheidung des Frankfurter Verwaltungsgerichts von Mitte Februar. In einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren hatte das Gericht geurteilt, dass zwar mit dem Bau des Studierendenhauses begonnen werden könne, jedoch zugleich „lärmintensive Nutzungen“ in der Zeit zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens untersagt. Darunter würden unter anderem auch Studentenpartys fallen. Geklagt hatten Anwohner der Sioli- und Wismarer Straße, die an das für das Studierendenhaus vorgesehene Grundstück angrenzen. Das Gericht hatte in seiner Urteilsbegründung eine „überwiegende Wahrscheinlichkeit“ unzumutbarer nächtlicher Ruhestörungen prognostiziert.

Falsche Unterlagen

Dieses Urteil führt die Baukoordinatorin des Asta, Ebru Celtikli, auf „Planungsmängel“ zurück. Im Zuge eines Architekturwettbewerbs sei auch ein Lärmschutzwall vorgesehen gewesen. „Der LBiH unterließ es aber, die Genehmigung für den Bau des Walls

einzuholen“, so Celtikli. Dies sei damit begründet worden, dass der Wall auf einem anderen Grundstück liege und die Baugenehmigung dafür erst nach Baubeginn des Studierendenhauses erfolge.

Dem Verwaltungsgericht hätten daher Unterlagen vorgelegen, in denen der Lärmschutzwall nicht vorkomme. Die darauf aufbauenden Lärmgutachten gingen daher von falschen Voraussetzung aus.

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