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Studierende

Asta Frankfurt fordert: „Soforthilfen auch für Studierende“

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Die Coronakrise trifft auch Studierende hart. Gerade die, die sowieso schon wenig haben - und nun ihren Nebenjob verlieren. Auch für sie fordert der Asta Frankfurt deshalb Soforthilfen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) Frankfurt fordert in Zeiten der Corona-Krise auch finanzielle Hilfen für Studierende. Denn: „Studierende fallen systematisch durch das Raster der derzeitigen Wirtschaftshilfen“, sagt Asta-Vorsitzende Kyra Beninga. Ihre Lage werde bei den bisher beschlossenen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen nicht mitbedacht.

Dem Deutschen Studentenwerk zufolge haben knapp 68 Prozent der 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland einen Nebenjob, um Miete und Leben zu finanzieren. Der Asta fordert deshalb Soforthilfen für Studierende, die sich in einer finanziellen Notlage befinden. „Oft können auch die Eltern den plötzlichen Einnahmeausfall nicht ausgleichen, weil sie ebenfalls von Kurzarbeit oder Einnahmeausfällen betroffen sind“, so Beninga.

In Hamburg hat Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) diese Woche angekündigt, gemeinsam mit dem Studierendenwerk Hamburg einen Notfallfonds aufzulegen. Studierende, die nachweisen können, dass für sie kein anderes Hilfssystem greift, können ein zinsloses Darlehen in Höhe von 400 Euro erhalten. Zunächst ist das für einen Monat geplant, soll aber auf drei Monate verlängerbar sein.

Beninga sagt: „Das ist zwar schon eine gute Idee, aber auch Darlehen müssen irgendwann zurückgezahlt werden. Deswegen würden den Studierenden Soforthilfen viel mehr helfen.“ Gerade Studierende, die nun ihren Nebenjob verloren hätten und auch keinen Bafög-Anspruch hätten, seien hart getroffen.

Und was macht das Land Hessen? Der Sprecher des Wissenschaftsministeriums, Volker Schmidt, sagt auf FR-Anfrage, dass das Deutsche Studierendenwerk und Studierendenverbände sich an die Bundesregierung gewandt hätten, um Hilfen für in wirtschaftliche Not geratene Studierende zu erreichen.

„Eine Ausweitung von bestehenden Regelungen würden wir sehr begrüßen, etwa im Bereich der Leistungen nach dem SGB II für Studierende, die keinen Bafög-Anspruch haben. Die einzelnen Fälle sind sehr unterschiedlich gelagert.“

Er betont: „Mit den Studierendenwerken in Hessen sind wir im Gespräch darüber, wie wir sie unterstützen können. Sie haben gewisse Möglichkeiten, in finanzielle Not geratenen Studierenden zu helfen.“

Beninga sagt: „Die Nachfrage nach einem zinslosen Darlehen beim Studentenwerk ist bereits jetzt größer als das Angebot.“ Schmidt sagt, das Land Hessen finanziere auch außerhalb von Corona einen Nothilfefonds für internationale Studierende, der über die Kirchen ausgezahlt werde. „Wir überprüfen, inwiefern eine Ergänzung der bestehenden Instrumente in der aktuellen Situation auf Landesebene sinnvoll und notwendig ist.“

Mehr Informationenzu den coronabedingten Änderungen an der Goethe- Universität wie verlängerte Abgabefristen für Hausarbeiten gibt es unter: www.uni-frankfurt.de

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