Michael Felka (links) und Felix Scheuerpflug wollen am Flughafen bauen.
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Michael Felka (links) und Felix Scheuerpflug wollen am Flughafen bauen.

Frankfurt

Arena „The Dome“ in Frankfurt muss auf Baurecht warten

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Planungsdezernent Mike Josef sieht kein schnelles Verfahren für Multifunktionsarena am Flughafen. Die Initiatoren des Projekts reagieren gelassen und kritisieren den Sportdezernenten.

Ende 2021 wollen die Initiatoren des Projekts „The Dome“ mit dem Bau der Multifunktionsarena für mehr als 20 000 Zuschauer am Flughafen beginnen. Doch eine Aussage von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) lässt Zweifel an diesem Zeitplan aufkommen. Josef sprach in einer Antwort auf eine Frage in der Stadtverordnetenversammlung von „mehreren Jahren“, die es dauern werde, um Planungsrecht für das Grundstück zu schaffen.

Der Stadtverordnete Thomas Dürbeck (CDU) hatte nach dem Projekt gefragt. „Für die Schaffung des entsprechenden Planungsrechts als Grundlage für ein Baugenehmigungsverfahren sind umfangreiche Beteiligungen von Trägern öffentlicher Belange erforderlich, verkehrliche Untersuchungen und möglicherweise auch ein Raumordnungs- und Bebauungsplanverfahren“, so Dürbeck. Die Macher von „The Dome“ stellten das alles „als unproblematisch und in kurzer Zeit machbar“ dar.

Ist es aber nicht, antwortete Josef: „Die Schaffung von Planungsrecht an dieser Stelle wäre mit hohen Anforderungen zum Beispiel an die Verkehrsplanung verbunden und mit verschiedenen fachgesetzlichen Planverfahren verwoben.“ Entsprechend lange würde es dauern, bis mit dem Bau von „The Dome“ am Flughafen begonnen werden könne. Konkrete Termine nannte Josef nicht.

Der Initiator des Projekts, Felix Scheuerpflug, und der Architekt Michael Felka reagierten auf FR-Anfrage gelassen auf die Aussagen im Römer. Mit den Ämtern, für die Josef die politische Verantwortung trage, „befinden wir uns in einem guten und konstruktiven Austausch“, so Scheuerpflug.

Ein Baubeginn Ende 2021 sei möglich, „wenn alle Beteiligten das wollen und das aktiv unterstützen“, ergänzte Felka: „Und genau dieses Gefühl haben wir bei unseren Gesprächen in den Ämtern vermittelt bekommen.“

Verwundert zeigte sich Scheuerpflug über das Vorgehen von Thomas Dürbeck. Der CDU-Politiker hatte in seiner Frage an Mike Josef behauptet, für „The Dome“ sollten Autobahnen und Bahnlinien überbaut werden. Das sei aber nicht richtig.

Zudem kritisierte Scheuerpflug den Sportdezernenten Markus Frank (CDU). Der hatte in der Mai-Sitzung des Stadtparlaments genervt auf Fragen nach „The Dome“ reagiert und gesagt, die Initiatoren müssten „doch nur bei der Fraport den Mietvertrag machen, dann zu Mike Josef gehen und die Baugenehmigung holen, und schon kann es losgehen“. Scheuerpflug erwiderte: „Wenn man uns Flapsigkeit vorwirft, frage ich mich, was das dann ist.“

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