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April, April

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Von: Sandra Busch, Georg Leppert

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Heißt dieses Tier bald Volker Hauff?
Heißt dieses Tier bald Volker Hauff? © Renate Hoyer

Eine Antilope für Volker Hauff, und Volker Stein kassiert Wildpinkler ab... ahnen Sie etwas? Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: Der 1. April…

Busch: Ist erst morgen.

Leppert: Schon, aber wir müssen unsere Aprilscherze ja vorbereiten.

Busch: Ich denke, wir machen gar keine.

Mögen Sie Aprilscherze, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik? Wir ja eigentlich schon. Auf der anderen Seite ist niemandem so recht zum Lachen gerade. Deshalb wollten wir darauf eigentlich verzichten, aber jetzt haben wir Post bekommen. Von einem treuen FR-Leser. Der fordert uns geradezu auf, einen Aprilscherz zu verfassen, und er sagt auch, was wir schreiben sollen. Oberbürgermeister Peter Feldmann, der gerade ziemlichen Ärger mit der Staatsanwaltschaft hat, bietet seinen Rücktritt an. Allerdings nur, wenn er seine geliebte Amtskette behalten darf.

Das ist schon ein bisschen lustig, müssen wir sagen. Peter Feldmann, der zu den treuen Leser:innen dieser Kolumne zählt, wird darüber aber nicht lachen können. Vor allem ist es jedoch nicht ratsam, in einem laufenden Gerichtsverfahren Witze und Falschmeldungen zu verbreiten. So etwas kann auch schnell ein Fall für die Juristinnen und Juristen werden.

Aber jetzt sind wir auf den Geschmack gekommen (Danke nochmal an FR-Leser Klaus T.). Hier kommen unsere Ideen für Aprilscherze über unsere Politiker:innen, die nicht justiziabel sind.

Die SPD schlägt vor, dass eine der neugeborenen Antilopen im Zoo nach dem ehemaligen SPD-Oberbürgermeister Volker Hauff benannt wird. Dem Ex-Oberbürgermeister müsse nun langsam mal Ehre erteilt werden, begründen die Sozialdemokraten ihren Vorstoß. Kaum etwas würde da besser passen als eine Antilope, die seinen Namen trägt. Schließlich gehörten Antilopen zu den schnellsten Tieren der Welt – und kaum ein Frankfurter Oberbürgermeister sei nach Unstimmigkeiten schneller zurückgetreten als Hauff.

Überraschung bei der heutigen Plenarsitzung. Die FDP stimmt dem ursprünglich von den Grünen eingebrachten Antrag, das rassistische N-Wort zu ächten, jetzt doch zu. Man habe den Grünen entgegenkommen wollen, sagt Fraktionschef Yanki Pürsün nach der Sitzung. Der Antrag erhält trotzdem keine Mehrheit. Aus Angst, es sich mit der FDP zu verscherzen, hatten die Grünen der Vorlage nicht zugestimmt.

Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) verliert die Nerven. Alle schönen Worte („Das Haushaltssicherungskonzept ist eine Chance“) helfen nicht weiter: Der Etat ist einfach eine einzige Katastrophe. In seiner Not ändert er mit Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP) die Gefahrenabwehrverordnung. Straßenmusiker:innen sollen auf der Zeil nicht kürzer spielen, wie es die Geschäftsleute gerne hätten, sondern länger. Aber: Ein Drittel der Einnahmen müssen sie der Stadt spenden. Weil das immer noch nicht reicht, wird die Partyszene aufgefordert, möglichst lange auf den Plätzen im Nordend zu verweilen und möglichst viel Bier zu trinken. Die Dixi-Klos kosten nämlich neuerdings einen Euro pro Besuch, das Geld kommt in die Stadtkasse. Wildpinkler werden von Volker Stein persönlich abkassiert.

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