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Die "römische" Rezepttafel, scherzhaft bewundert am 1. April.
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Die "römische" Rezepttafel, scherzhaft bewundert am 1. April.

1. April in Frankfurt

April, April!

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Der Fund des ältesten Grüne-Soße-Rezepts in Frankfurt war ein Aprilscherz. Viele hatten es sich schon gedacht.

Spätestens nach einem Blick auf die Rückseite des Steins wäre alles aufgeflogen. Denn da steht – und das noch in deutsch: „Phantasie ist viel wichtiger als Wissen/denn Wissen ist unbegrenzt“. Das wäre dann doch eine etwas seltsame Inschrift für eine Steintafel gewesen, dessen Vorderseite angeblich, in „römischem Limes-Dialekt“ verfasst, das vermutlich älteste Grüne-Soße-Rezept der Welt ziert.

Aber nicht nur die Heddernheimer haben natürlich schnell gemerkt, dass es sich bei der von der FR präsentierten „Grüne-Soße-Sensation“ um einen Aprilscherz handelte. Schon der in der Inschrift enthaltene Hinweis auf das „Habel XI“, einen Kulturtreff an der Habelstraße, war allzu offensichtlich Quatsch.

Zur Präsentation des angeblich bei der Sanierung der Halle der Turnerschaft Heddernheim ausgegrabenen, sorgfältig restaurierten Schatzes, sind am Sonntagabend trotzdem einige Besucher gekommen. Und die schauen sich den beleuchteten Fund, der etwas zu schön ist, um wahr zu sein, erst einmal gründlich an, schießen Fotos, lachen.

Markus Schmid hält sich zurück. Ausdrücklich auflösen muss der Vorsitzende der Turnerschaft den Scherz nicht. Michael Block, seine Frau Nadine Grüttner-Block und ihre Kinder Ella und Jasper etwa wissen längst, dass die Tafel „Original-Mainsandstein“ sein mag, aber alles andere als römisch ist. Klar ist die Turnhalle saniert worden, wird in Heddernheim oft Römisches entdeckt. Aber wenn es wirklich unter der Turnhalle zu solch einem Fund gekommen wäre, hätten sie das wohl mitgekriegt.

Auf die Idee für den Aprilscherz ist Schmid beim Grüne-Soße-Festival gekommen. Dort räsonierte OB Peter Feldmann über die Herkunft der Grünen Soße und provozierte Schmid damit, vorzutragen, diese komme natürlich aus Heddernheim. Um seine These zu unterstützten, suchte und fand er unter anderem Hilfe bei Steinmetz Alexander Knorr und Lateinlehrer Stephan Spenner. Fake oder nicht: Die Heddernheimer wollen die Grüne-Soße-Tafel weiter ehren. Und beim nächsten Grüne-Soße-Festival mit auf die Bühne tragen.

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