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Appell nach homophober Attacke: „Es muss jetzt etwas passieren“

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Von: Timur Tinç

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Manuel Irlbeck, dem nach dem Besuch einer queeren Bar in Frankfurt der Kiefer gebrochen wurde, fordert die Stadtverordneten im Diversitätsausschuss zum Handeln auf. Die Koalition will bis Dienstag ihren Antrag ausformuliert haben.

Manuel Irlbeck hat am Donnerstag eine klare Forderung in den Diversitätsausschuss mitgebracht. „Es muss jetzt etwas passieren“, appellierte der 26-Jährige an die Stadtverordneten. Irlbeck ist am Sonntagmorgen Opfer eines homophoben Angriffs geworden. Ihm wurde nach einem Besuch einer queeren Bar in der Frankfurter Innenstadt mit einem Faustschlag der Kiefer gebrochen. Irlbeck war gestern auf Einladung von CDU-Politikerin Verena David gekommen, die bereits im April nach mehreren Angriffen auf Menschen der queeren Szene einen Antrag formuliert hat mit dem Titel: „LSBTIQ-feindliche Angriffe verurteilen - Übergriffe verhindern.“ Irlbeck forderte, den Antrag zu unterstützen: „Ich will nicht, dass sie das Blut von jemandem an den Fingern haben.“

Die Römer-Koalition will am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss einen eigenen Antrag einbringen. „Wir waren im Hintergrund sehr aktiv und haben viele, viele Gespräche geführt“, sagte Dimitrios Bakakis, Fraktionschef der Grünen. Die Erhöhung der Polizeipräsenz sei nicht so einfach, da es in den queeren Communitys eine große Skepsis gegenüber der Polizei gebe. Fraktionsvize Emre Telyakar ergänzte zudem, dass mit einem Antrag die Polizeipräsenz nicht erhöht werde könne, da die Gefährdungsbeurteilung der Polizei obliegt – und dies wiederum sei Landessache. Die Sicherheit sei ein Teil des Konzeptes, das auch präventive und städtebauliche Maßnahmen umfassen soll.

Natürlich seien Beleuchtungskonzepte und Aufklärungskonzepte wichtig, befand Verena David, „aber wenn man Oslo sieht möchte man nicht dran denken was passieren kann.“ Die Koalition will spätestens am Dienstag liefern.

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