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Reha

App: Spielen gegen Schulterschmerz

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Rehab Hero bildet als App komplette Rehamaßnahme ab.

Der blau-weiße Roboter Tap schwimmt durch das Meer und sammelt allerlei Gegenstände ein, die im Wasser nichts zu suchen haben. Am Ende bringt er die Dinge zum Hai und kann seinen Weg fortsetzen. Diese Spielidee könnte wohl eins zu eins auch in einem normalen Videospiel integriert werden. In „Rehab Hero“ erfüllt das Ganze aber einen größeren Zweck, es hilft Menschen gesund zu werden.

Das Spiel ist eine Idee des Unternehmens accitio und dient zur physiotherapeutischen Rehabilitation bei Schulterbeschwerden. Dazu wurde mit der TU Darmstadt eine Sensormanschette entwickelt, die mittels Bluetooth mit dem Tablet oder Handy verbunden werden kann. Hat die Nutzerin oder der Nutzer die Manschette um, werden seine Bewegungen mittels Sensoren erfasst und die Figur im Spiel bewegt sich und kann die Aufgaben erfüllen. „Unser Spiel bildet die Rehamaßnahmen bei Schulterbeschwerden komplett ab“, sagt Carola Klingbeil, Geschäftsführerin bei accitio.

54 Level in sechs unterschiedlichen Trainingsstufen gibt es, die Übungen wurden vom Arzt Kurt-Alexander Riel entwickelt. Dreimal täglich sollen die Patient:innen das Spiel für zehn Minuten spielen, um den optimalen Effekt zu erzielen. Das Spiel verhindert sogar, dass man zu viel spielt, um eine Überbelastung zu vermeiden.

Bisher ist Rehab Hero nur ein Prototyp. „Durch Corona wurde wir zurückgeworfen“, erklärt Klingbeil. Die fehlende Präsenz der Testerinnen und Tester erschwerte die Arbeit. Trotz Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch die hessische Förderung für Serious Games scheint die Fortführung des Projekts momentan in einer Sackgasse zu stecken. Zwar hatten die Fördersummen gereicht, um den Prototyp zu entwickeln. Doch Rehab Hero wird als Medizinprodukt klassifiziert – und diese brauchen eine Zulassung.

„Ohne einen Investor geht es beim Spiel nicht weiter“, sagt Klingbeil. Sie kritisiert, dass das Gesundheitswesen bei der Digitalisierung so stark hinterherhänge und der Bund nicht adäquat reagiere. Die hohen Anforderungen für die Zertifizierung und der komplexe Zulassungsprozess seien für ein kleines Unternehmen ohne Hilfe und Erfahrung kaum zu leisten. „Im Bereich der Gesundheitsanwendungen gibt es so kaum eine Chance auf innovative Ideen.“

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