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Apfelweinmuseum zieht in Frankfurter Römerkeller

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Die Stadt sucht noch einen Pächter für ein Lokal in den Räumen der früheren Römerkantine. Klar ist aber inzwischen, dass in den Römerkeller ein Apfelweinmuseum ziehen darf.

Mehr als vier Jahre nach Schließung der Römerkantine im Ratskeller haben Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU) jetzt angekündigt, dass der Förderverein Deutsches Apfelweinmuseum den darunter liegenden Römerkeller nutzen darf. Ein Vertrag ist allerdings noch nicht unterschrieben. In das Erdgeschoss soll eine Gaststätte mit regionalem Angebot ziehen. Noch im Sommer will Schneider vorschlagen, wer den Zuschlag erhält.

Nach Angaben seines Sprechers, Günter Murr, haben sich „eine Handvoll“ Pächter um die Räume beworben. Das Amt für Bau und Immobilien prüfe derzeit die eingereichten Konzepte, teilen Schneider und Feldmann mit. Auf jeden Fall müsse sich der künftige Pächter verpflichten, mit dem Museum zusammenzuarbeiten. So werde die gemeinsame Nutzung von Zugängen, Toiletten und Flächen für Veranstaltungen vertraglich geregelt.

Nach der Schließung der Kantine hatte die Stadt zunächst einen Pächter gesucht, der eine Kombination aus Mitarbeiterkantine und öffentlicher Gaststätte anbietet. Das zerschlug sich aber mangels Interesse von Pächtern rasch. Inzwischen hat die Stadt auf eigene Kosten die auf die Kantinennutzung ausgerichtete sehr große Küche ausgebaut. Der künftige Lokalbetreiber werde voraussichtlich eine deutlich kleinere Küche einbauen und könne frei werdende Flächen dann als weiteren Gastraum nutzen, heißt es in einer Antwort des Magistrats auf eine FDP-Anfrage. Als Haken gilt allerdings weiterhin, dass eine Außenbewirtschaftung an dieser Stelle, wenn überhaupt, sehr schwer möglich ist.

Für das Apfelweinmuseum gibt es bereits ein detailliertes Konzept, das etwa vier Erlebniswelten von „History – vom Siegeszug des Apfelweins“ bis „World of Apple Wine“ und wechselnde Ausstellungen vorsieht. Auch mit möglichen Förderern ist der Trägerverein schon länger im Gespräch. Gern würden die Museumsfreunde, wie der Vorsitzende des Fördervereins, Robert Theobald, sagt, schon nächstes Jahr das Apfelweinmuseum eröffnen. Noch seien aber viele Fragen zu klären. Zudem seien im Römerkeller umfangreiche Arbeiten nötig, bevor man an die Einrichtung des Museums denken könne.

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