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Anzeige gegen Fraport wegen Giftberg von Terminal 3

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Der Landkreis Groß Gerau sorgt sich um sein Trinkwasser. Und kritisiert auch das Regierungspräsidium.

Das Ablagern von Bodenaushub für das geplante Terminal 3 ist nach Auffassung des Landkreises Groß-Gerau illegal. Wie der Kreis am Montag mitteilte, hat er die Flughafenbetreiberin Fraport bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt angezeigt. Der aktuelle Umgang mit dem durch Schadstoffe hoch belasteten Aushub entspreche nicht den Anforderungen des Grundwasserschutzes und des Abfallrechts, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer (Grüne). Schätzungen zufolge müsse Fraport für die ordnungsgemäße Entsorgung 50 Millionen Euro zahlen.

Die PFC-Werte im Grundwasser seien bereits angestiegen, sagte Astheimer. Trotz des Wissens darum wachse der Erdberg weiter: „Die Vorgehensweise der Fraport und der von ihr beauftragten Unternehmen wird offensichtlich durch die zuständigen Behörden geduldet. Auf welcher Rechtsgrundlage, ist uns nicht ersichtlich.“ Die Kritik richtet sich demnach auch gegen das von der Grünen-Politikerin Brigitte Lindscheid geführte Regierungspräsidium (RP) Darmstadt.

Mangels ausreichender Deponiekapazitäten will Fraport für fünf Jahre ein Lager für Erdaushub errichten, der mit PFC (per- und polyfluorierten Chemikalien) verunreinigt ist. Das Areal gehört zu Mörfelden-Walldorf. Seit Ende 2018 lädt das Unternehmen bereits kontaminierten Terminal-3-Aushub provisorisch nahe der Baustelle ab. jur

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