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Die Initiative Lebenswertes Ostend möchte den Paul-Arnsberg-Platz verschönern und bei einem Treffen am Freitag Ideen sammeln.
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Die Initiative Lebenswertes Ostend möchte den Paul-Arnsberg-Platz verschönern und bei einem Treffen am Freitag Ideen sammeln.

Ostend

Anwohner sollen mitbestimmen

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Der Verein Lebenswertes Ostend möchte den Paul-Arnsberg-Platz aufwerten. Anwohner können bei einem Treffen am Freitag, 3. März, ihre Ideen für eine bessere Nutzung einbringen.

Herr Müller, der Verein Lebenswertes Ostend möchte den Paul-Arnsberg-Platz zum schönen Ort mit Aufenthaltsqualität entwickeln. Ist er das derzeit nicht?
Die Anwohner aus der Umgebung sehen das eher kritisch. In den letzten Jahren wurden diverse Versuche unternommen, die Gestaltung des Platzes zu verbessern. Der Wochenmarkt wurde nach zehn Monaten eingestellt, seither scheiterten etliche Versuche, die Aufenthaltsqualität zu stärken. 2007 wurde Pflanzkübel aufgestellt, 2009 zusätzliche Bäume gepflanzt, 2012 ein Bücherschrank aufgestellt, 2014 Schachtische installiert und 2015 der Brunnen fertiggestellt. Seit 2015 läuft der zweite Versuch, einen Markt zu etablieren – nicht sehr erfolgreich.

Die Stadt wollte mit dem Platz einen Treffpunkt für Anwohner und Besucher des angrenzenden Bildungszentrums schaffen. Was fehlt?
Aus unserer Sicht wurde der Platz eher unter Design-Gesichtspunkten gestaltet als unter dem Thema Nutzung. Anwohner monieren, dass man hier kaum etwas machen kann außer Fußball spielen und Skateboard fahren. Im Sommer, bei starkem Sonnenschein, ist er eine ungastliche Bratpfanne. Eventuell würde die Öffnung des Cafés zum Platz hin die Akzeptanz verbessern. Aber letztendlich sollten aus unserer Sicht die Anwohner zusammentragen, wie sie sich ihren Paul-Arnsberg-Platz vorstellen.

Sie sagen, es fehlten Schattenspender. Aber Bäume gibt es dort doch bereits?
Die haben zu wenig Blätterdach, als dass sie für angenehm schattige Plätze sorgen. Fachleute haben uns gesagt, dass die Bäume für den Standort, wo es wenig Erdreich gibt, nicht gut geeignet sind. Das Laub kommt spät und fällt früh. Die Krone ist offen und lichtdurchlässig. Die Anordnung der Sitzmöglichkeiten wirkt eher sachlich denn einladend – fast schon militärisch. Auf den Bänken sitzt man aufgereiht oder voneinander ab- anstatt sich zugewandt. Und anlehnen kann man sich leider auch nicht.

Für den Brunnen auf dem Platz hat die Stadt mehr als 400 000 Euro gezahlt. Das hat sogar zu einen Eintrag ins „Schwarzbuch“ des Bundes der Steuerzahler geführt. Hat die Stadt dort nicht schon genug investiert?
Wasser ist sicher oft ein hilfreiches Gestaltungselement. Aber im Ergebnis hat auch dieser Versuch die Aufenthaltsqualität nicht maßgeblich verbessert. Wir glauben, dass es wichtig ist, die Anwohner stärker in die Gestaltung einzubeziehen. Deshalb wollen wir kreative Ideen sammeln. Die Anwohner selbst sollten ein Konzept für die Gestaltung des Platzes erarbeiten, das sich an ihren Bedürfnissen orientiert. Dann könnte vielleicht der nächste Versuch gelingen, einen Platz zu schaffen, der angenommen und intensiv genutzt wird. Es würde mich nicht wundern, wenn die Gestaltung dann deutlich weniger als 400 000 Euro kostet.

Sie wollen am Freitag Anregungen zusammentragen. Wie könnte es dann weitergehen?
Erstmal werden wir Ideen und Wünsche sammeln, was den Platz und seine Möglichkeiten betrifft. Anschließend werden sie gemeinsam bewerten und die Realisierbarkeit geprüft. Dann müssen wir eine Mehrheit finden – und bei der Umsetzung Probleme mit viel kreativer Energie lösen.

Von Anfang an gab es zum Arnsberg-Platz kritische Stimmen. Hätten die Bewohner des Quartiers stärker in die Planung eingebunden werden müssen?
Wir sind sicher: Bei einer stärkeren Beteiligung der Anwohner von Anfang an, wäre der Weg zu einem guten Ergebnis schneller gewesen und hätte weniger Kosten verursacht.

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