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Bockenheim

Anwohner enttäuscht über Aldi-Schließung

  • Nadine Benedix
    VonNadine Benedix
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Die Filiale in der Juliusstraße im Frankfurter Stadtteil Bockenheim ist zu klein - der Discounter verweist die Kunden auf ein Geschäft in drei Kilometern Entfernung. Das sorgt für Unmut.

Fassungslos steht Magarete Retzberg vor der ehemaligen Aldi Süd-Filiale in der Juliusstraße. Seit Juli ist sie dicht. „Das kann doch nicht sein, der Supermarkt war immer gut besucht“, sagt sie. Auch sie sei gerne dorthin gegangen.

Auf einem Schild vor dem Laden verweist das Management des Konzerns auf die nächstgelegene Filiale in der Großen Nelkenstraße. Gut drei Kilometer entfernt in Hausen. Für viele Anwohner, besonders ältere Menschen, ein Einschnitt. „Ich bin Rentnerin“, sagt Magarete Retzberg. „Jeden Tag nach Hausen zu fahren, ist für mich zu teuer und zu anstrengend.“

Anwohnerin Kirsten Flügel kritisiert, dass mit der Schließung des Discounters eine weitere Einkaufsmöglichkeit für finanziell schwache Haushalte wegfalle. „Es gibt zwar einen Penny gleich nebenan, aber der ist oft etwas teurer“, sagt sie. „Ansonsten bleiben hier fast nur teure Bioläden. Auch das ist Verdrängung“, kritisiert die alleinstehende Mutter von zwei Kindern. Sie habe nun einen weiteren Weg zum nächsten Discounter, dem Lidlmarkt auf der Schlossstraße.

Aldi-Sprecherin Anamaria Preuss erklärt, die Schließung der Filiale sei aus Platzgründen nötig geworden: „Sie war zu klein. Mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche entsprach sie nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Sortimententwicklung.“ Weil die Voraussetzungen für eine Modernisierung fehlten, habe Aldi sich gezwungen gesehen, den Standort zu schließen.

Zudem war die Konkurrenz am Standort groß: Nur wenige Meter entfernt ist nicht nur ein Penny- sondern auch ein Rewemarkt. Aldi erklärt, dass man sich jahrelang nach Ausweichstandorten im Stadtteil umgesehen habe – eine passende Liegenschaft wurde jedoch nicht gefunden, so Sprecherin Preuss.

Noch im Dezember hatten Anwohner versucht durch eine Petition die Schließung abzuwenden. 1165 Menschen hatten unterschrieben. Auch der Ortsbeirat hatte Aldi verschiedene Ausweichliegenschaften vorgeschlagen. Darunter unter anderen die Fläche des ehemaligen Basic-Supermarktes, der inzwischen seit Monaten leer steht.

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