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Antworten auf Revierschließungen im Nordend

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Polizeipräsident stellt im Nordend-Ortsbeirat Konzept vor. Weiteres Thema ist der Beltz-Platz.

Die Tage des 2. Polizeireviers sind gezählt. Voraussichtlich bis Ende des Jahres wird die Wache in der Mercatorstraße geschlossen. Sie soll mit dem 3. Revier im Polizeipräsidium an der Adickesallee zusammengelegt werden. Über die Pläne berichtet der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill in der Sitzung des Ortsbeirats 3 am Donnerstag, 25. Juni. Bürger und Bürgerinnen können zum Konzept Fragen stellen.

Das Gebäude in der Mercatorstraße entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen der Polizei. Selbst durch Umbauten sei keine zufriedenstellende Optimierung möglich. Derzeit ist das zweite Revier für das Nordend zuständig, das dritte für Nordend-West und das nördliche Westend. Für den gemeinsamen Revierbereich ist geplant, dass zukünftig drei Schutzmänner beziehungsweise Schutzfrauen vor Ort Sprechstunden für Bürger anbieten. Bislang verfügt weder das Nordend noch das Westend über einen entsprechenden Posten.

Der Ortsbeirat 3 hat sich bereits dafür ausgesprochen, dass diese Sprechzeiten etwa im Stadtteiltreff am Merianplatz und im Awo-Zentrum an der Eckenheimer Landstraße angeboten werden.

Durch eine Zusammenlegung der Reviere will die Polizei zudem die Präsenz der Beamten auf der Straße in den neuen Revierbereichen um 50 Prozent erhöhen. Bisher steht pro Wache eine feste Streife zur Verfügung. Durch die Neustrukturierung sollen künftig jeweils drei Streifenwagen auf den Straßen unterwegs sein.

Darüber hinaus wird sich das Stadtteilgremium am Donnerstag mit dem Matthias-Beltz-Platz beschäftigen. Die CDU möchte über einen Antrag klären lassen, ob sich dort inzwischen eine Art Drogenhandel etabliert hat, wovon Anwohner berichtet hätten.

Die SPD spricht sich in einer eigenen Vorlage für regelmäßige Polizeistreifen aus, um Anlieger vor Lärm der dort häufig Feiernden zu schützen. Zudem will die SPD, dass weitere Mülleimer montiert werden. Die öffentlichen orangenen Stühle sollen repariert, regelmäßig aufgestellt und abends eingesammelt oder angeschlossen werden. Gefordert wird auch die Sanierung der Toiletten am Kiosk.

Der Beltz-Platz habe eine wichtige Funktion als urbaner Treffpunkt im Nordend, begründen die Sozialdemokraten ihren Antrag. Die Funktion soll unbedingt erhalten bleiben. Gleichzeitig sollen jedoch auch die Bedürfnisse der Anwohner berücksichtigt werden.

„Nächtlicher Lärm, eine Vermüllung des Platzes und Wildpinkeln in den Hauseingängen sind inakzeptabel und gefährden den sozialen Frieden.“

Der Ortsbeirat 3 tagt am Donnerstag, 19.30 Uhr, im großen Saal im Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24. Wegen der Corona-Pandemie sind die Plätze begrenzt. Besucher werden gebeten, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und sich an die geltenden Hygieneregeln zu halten.

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