Die Zahl der Menschen, die Anspruch auf Wohngeld haben, ist 2020 gestiegen.
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Die Zahl der Menschen, die Anspruch auf Wohngeld haben, ist 2020 gestiegen.

Wohnungsamt

Antragsflut auf Wohngeld

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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In der Corona-Krise beantragen immer mehr Haushalte in Frankfurt Wohngeld. Die Zahlen liegen stark über den Werten des Vorjahres.

Beim Frankfurter Wohnungsamt sind in den ersten neun Monaten des Jahres bereits 9950 Anträge auf Wohngeld eingegangen – und damit jetzt schon deutlich mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Im Zeitraum von April bis Juli lagen die Zahlen, wie Planungs- und Wohnungsdezernent Mike Josef mitteilt, sogar 60 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Zahlen wiesen darauf hin, dass viele Menschen in Frankfurt coronabedingt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten seien, sagt der Sozialdemokrat.

Die Wohngeldbehörde hätte unter anderem wegen einer Erhöhung von Einkommensgrenzen mit einem erhöhten Antragsvolumen im ersten Halbjahr gerechnet, sagt Josef. Doch die Schließungen und Kurzarbeit in fast allen Wirtschaftsbereichen hätten zu einer zusätzlichen, plötzlich stark ansteigenden Nachfrage geführt.

„Viele Haushalte waren von Einkommenseinbußen betroffen und konnten ihre Wohnkosten nicht mehr alleine tragen.“ Für diese Haushalte sei das Wohngeld systemrelevant, betont der Planungsdezernent. Entsprechend prioritär und zügig bearbeite das städtische Amt für Wohnungswesen die Anträge und sorge für die Auszahlung des Wohngelds. Um das zu gewährleisten, habe die Behörde die internen Abläufe optimiert.

Informationen zum Wohngeld bietet die Stadt Frankfurt unter https://frankfurt.de/themen/planen-bauen-und-wohnen/wohnen/wohngeld.

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