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Die Übenden im Terminal 1 C haben eine Nachtschicht.

Polizei

Anti-Terror-Übung am Frankfurter Flughafen

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Sicherheitskräfte machen den Flughafen zur bislang größten Bühne für Anti-Terrorübungen.

Mit einer Übung in nie dagewesener Größe haben sich die Sicherheitskräfte am Frankfurter Flughafen auf mögliche Terrorangriffe vorbereitet. Mit dabei waren in der Nacht zum Donnerstag 1000 Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei sowie vom Zoll.

Geübt wurde nach Angaben der Bundespolizei von 22.30 Uhr bis etwa 3.30 Uhr am Morgen in einem eigens abgetrennten Bereich des Terminals 1 C. Nachgestellt wurde unter anderem der Angriff eines Selbstmordattentäters an einer Passkontrolle um 17.40 Uhr, zu einer Zeit also, zu der üblicherweise sehr viele Menschen am Flughafen sind. Dafür mussten 500 Polizeimeisteranwärter der Bundespolizei, die noch in der Ausbildung sind, als Statisten herhalten. Sie wurden eigens von Spezialkräften der Bundeswehr zu Schwerverletzten umgestylt, wie Reza Ahmari, Sprecher der Bundespolizei, verriet. „Die jungen Kollegen waren sehr engagiert und haben laut geschrien“, so Ahmari, der als Augenzeuge von einem „beeindruckenden und sehr realistischen Szenario“ sprach, zu dem auch heulende Brandmelder und künstlicher Nebel gehörte.

An der Anti-Terror-Übung nahmen jene Beamte teil, die auch am Flughafen arbeiten und im Ernstfall als Erste am Tatort sind. Es geht den Sicherheitskräften darum, auf verschiedene Szenarien besser vorbereitet zu sein und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden zu trainieren und so zu verbessern.

Für die Bundespolizei am Flughafen war es nicht nur die bislang größte, sondern auch bereits die fünfte Übungsmaßnahme in den vergangenen Jahren. Spätestens seit den Attentaten von Brüssel im März 2016 ist bekannt, dass Flughäfen und Bahnhöfe ein mögliches Anschlagsziel sein können. Von den Kollegen in Brüssel haben die Beamten auch gelernt, dass die Polizisten am Brüsseler Flughafen Zaventem in der ersten halben Stunde vor allem mit der Erstversorgung von Schwerstverletzten beschäftigt waren. Auch dafür waren die Statisten geschminkt worden.

Zuletzt hatten die Sicherheitskräfte im März 2018 am Frankfurter Hauptbahnhof mit 700 Einsatzkräften von Bundes- Landespolizei und Feuerwehr geübt und dafür die Gleise 18 bis 24 abgesperrt. Damals waren in der ersten Viertelstunde auch Medienvertreter zugelassen. Sie konnten erleben, wie es bei der Bekämpfung von Terroristen in einer S-Bahn am Anfang ein wenig drunter und drüber ging. Ein Journalist sprach von „Konfusion“. Dies sei aber nicht der Grund gewesen, dass die Journalisten diesmal außen vor bleiben mussten, versicherte Ahmari. Zum einen habe dies „einsatztaktische Gründe“ gehabt, da die Übungsabläufe nicht der Öffentlichkeit und somit auch potenziellen Attentätern präsentiert werden sollten. Zum anderen hatte es auch Platzgründe. „Wenn wir zu einer Terrorübung am Frankfurter Flughafen eingeladen hätten, hätte dies womöglich auch internationale Medienvertreter interessiert“, so Ahmari. Die Anti-Terrorübung in der Nacht zum Donnerstag war auch so die größte bislang am Frankfurter Flughafen.

Anfangs brauchen vor allem die Schwerverletzten Hilfe

Mit einer Übung in nie dagewesener Größe haben sich die Sicherheitskräfte am Frankfurter Flughafen auf mögliche Terrorangriffe vorbereitet. Mit dabei waren in der Nacht zum Donnerstag 1000 Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei sowie vom Zoll.

Terroristen werden überwältigt, Schwerverletzte versorgt.

Geübt wurde nach Angaben der Bundespolizei von 22.30 Uhr bis etwa 3.30 Uhr am Morgen in einem eigens abgetrennten Bereich des Terminals 1 C. Nachgestellt wurde unter anderem der Angriff eines Selbstmordattentäters an einer Passkontrolle um 17.40 Uhr, zu einer Zeit also, zu der üblicherweise sehr viele Menschen am Flughafen sind. Dafür mussten 500 Polizeimeisteranwärter der Bundespolizei, die noch in der Ausbildung sind, als Statisten herhalten. Sie wurden eigens von Spezialkräften der Bundeswehr zu Schwerverletzten umgestylt, wie Reza Ahmari, Sprecher der Bundespolizei, verriet. „Die jungen Kollegen waren sehr engagiert und haben laut geschrieen“, so Ahmari, der als Augenzeuge von einem „beeindruckenden und sehr realistischen Szenario“ sprach, zu dem auch heulende Brandmelder und künstlicher Nebel gehörte.

An der Anti-Terror-Übung nahmen jene Beamte teil, die auch am Flughafen arbeiten und im Ernstfall als erste am Tatort sind. Es geht den Sicherheitskräften darum, auf verschiedene Szenarien besser vorbereitet zu sein und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden zu trainieren und so zu verbessern.

Für die Bundespolizei am Flughafen war es nicht nur die bislang größte, sondern auch bereits die fünfte Übungsmaßnahme in den vergangenen Jahren. Spätestens seit den Attentaten von Brüssel im März 2016 ist bekannt, dass Flughäfen und Bahnhöfe ein mögliches Anschlagsziel sein können. Von den Kollegen in Brüssel haben die Beamten auch gelernt, dass die Polizisten am Brüsseler Flughafen Zaventem in der ersten halben Stunde vor allem mit der Erstversorgung von Schwerstverletzten beschäftigt waren. Auch dafür waren die Statisten umgestylt worden.

Zuletzt hatten die Sicherheitskräfte im März 2018 am Frankfurter Hauptbahnhof mit 700 Einsatzkräften von Bundes- Landespolizei und Feuerwehr geübt und dafür die Gleise 18 bis 24 abgesperrt. Damals waren in der ersten Viertelstunde auch Medienvertreter zugelassen. Sie konnten erleben, wie es bei der Bekämpfung von Terroristen in einer S-Bahn am Anfang ein wenig drunter und drüber ging. Ein Journalist sprach von „Konfusion“. Dies sei aber nicht der Grund gewesen, dass die Journalisten diesmal außen vor bleiben mussten, versicherte Ahmari. Zum einen habe dies „einsatztaktische Gründe“ gehabt, da die Übungsabläufe nicht der Öffentlichkeit und somit auch potentiellen Attentätern präsentiert werden sollten. Zum anderen hatte es auch Platzgründe. „Wenn wir zu einer Terrorübung am Frankfurter Flughafen eingeladen hätten, hätte dies womöglich auch internationale Medienvertreter interessiert“, so Ahmari. Die Anti-Terrorübung in der Nacht zum Donnerstag war auch so die größte bislang am Frankfurter Flughafen.

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