Bundespolizei

Anklage gegen acht Polizisten

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Acht Bundespolizisten sollen einen Junkie am Hauptbahn hofmisshandelt haben.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat gegen acht am Hauptbahnhof eingesetzte Bundespolizisten Anklage erhoben. Den Männern im Alter von 29 bis 58 Jahren wird Körperverletzung im Amt und Nötigung vorgeworfen.

Sie sollen im Dezember 2017 in der B-Ebene des Hauptbahnhofs einen 21 Jahre alten Junkie kontrolliert haben, der dabei erheblichen Widerstand geleistet habe, weshalb er mit zur Wache genommen worden sei. Dort soll er von den Polizisten ausgezogen und zwei Stunden nackt in eine Zelle gesperrt worden sein.

Laut Staatsanwaltschaft habe sich der junge Mann dort vor Schmerzen gekrümmt, weil er bei seiner Festnahme wohl einen Rippenbruch sowie einen Pneumothorax (Luft im Rippen- und Lungenbereich) erlitten hatte, ohne dass ihm jemand zu Hilfe gekommen sei – obwohl er die Beamten mehrfach auf seine Schmerzen hingewiesen habe. Die Anklage geht daher von Körperverletzung durch Unterlassen aus.

Das Landgericht wird voraussichtlich vom 10. Oktober an gegen die Beamten verhandeln.

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