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Die Krankenhaus-Fassade wird aufgewertet, die Anbauten werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt.
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Die Krankenhaus-Fassade wird aufgewertet, die Anbauten werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Frankfurt-Nordend

Angst vor Kinderlärm

  • Miriam Keilbach
    VonMiriam Keilbach
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Auf dem ehemaligen Diakonissen-Krankenhauses im Nordend sollen vier Wohnhäuser und eine Kita entstehen. Anwohner fürchten den Lärm, spielender Kinder.

In den kommenden zwei Jahren sollen auf dem Areal des einstigen Diakonissen-Krankenhauses an der Holzhausenstraße fünf Gebäude entstehen. Davon vier Wohnhäuser mit 66 Wohnungen und eine Kindertagesstätte. Das teilte die ausführende Holzhausen Projektgesellschaft am Mittwochabend Eigentümern aus der Nachbarschaft mit. Baurecht gibt es laut Stadtplanungsamt bereits für alle Abschnitte. Die Gesellschaft hofft, ab Ende September mit den Arbeiten starten zu können.

Vor zehn Jahren begann die Entwicklung an der Holzhausenstraße 72-86. Damals versuchte die Stadt das rund 6000 Quadratmeter große Gelände vom Krankenhaus zu erwerben, doch der griechische Investor Vassilios Farmakis, der an der Projektgesellschaft beteiligt ist, bot mehr Geld. Lange Zeit war unklar, was dort geschieht. Vor ein paar Wochen wurden Sitzbänke und Bäume im Innenhof entsorgt.

Die Holzhausen Projektgesellschaft wirbt mit „besonderem Charme aus der Kombination von historischer und moderner Architektur“. Die Fassade des ursprünglichen Krankenhauses soll teilweise erhalten bleiben, werde aber aufgewertet. „Der Rest des Gebäudes ist nach heute geltenden Bauvorschriften nicht für den Wohnungsbau geeignet“, sagt Geschäftsführer Tim Erdmann.

Direkt hinter der Fassade werden 21 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Sie sollen 9,50 Euro pro Quadratmeter kosten. Die Anbauten auf der rechten und linken Seite des einstigen Hauptgebäudes werden abgerissen und durch neue, moderne Bauten ersetzt. Dort sind 45 Zwei- bis Sechs-Zimmer-Eigentumswohnungen mit 50 bis 250 Quadratmeter geplant. Die Gebäude befinden sich etwa auf dem Grundriss des heutigen Anbaus und in einem etwas nach hinten versetzten Gebäude.

Im hinteren Bereich, ebenfalls auf derzeit bebauter Fläche, sollen in einer eingeschossigen Kindertagesstätte künftig 24 Kinder unter drei Jahren betreut werden. Geplant sind drei Tiefgaragen unter den Wohnhäusern. Die Zufahrt erfolge je über die Holzhausenstraße, teilt Gesellschafts-Sprecher Alexander May auf Anfrage mit. Die Pläne will die Gesellschaft im Oktober dem Ortsbeirat vorstellen (siehe unten).

Anwohner hatten zuletzt kritisiert, dass die Gesellschaft ihre Pläne so lange geheim hielt. Ursprünglich waren 50 Wohnungen geplant, von einem Kinderhaus sei nicht die Rede gewesen. Lärm durch die spielenden Kinder fürchten vor allem die Bewohner aus dem Seniorenhaus an der Ecke Eschersheimer Landstraße/ Holzhausenstraße und im angrenzenden Nellinistift.

„Es gibt hier einen Concierge, Rufbereitschaft und Putzdienst, wir sind gelockt worden und wir bezahlen viel Miete, und mit der Ruhe ist es dann vorbei“, sagt eine 73-jährige Bewohnerin des Seniorenhauses. Sie fürchtet, dass sie von ihrem Balkon aus bald nicht mehr auf den parkähnlichen Grünstreifen und die Kirche schauen kann. „Ich bin hier nicht eingezogen, damit ich Tag und Nacht Lärm durch Bauarbeiten, Autos und Kinder habe.“ Laut einem Sprecher der Gesellschaft sei der Kita-Bau räumlich aber weit vom Nellinistift entfernt. Der parkähnliche Zustand bleibe erhalten.

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