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Nur ein Anfang

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Schon seit Jahren steht die bescheidene finanzielle und personelle Ausstattung der städtischen Museen in Frankfurt im Missverhältnis zu ihrer Bedeutung.

Das Missverhältnis ist schon seit Jahren eklatant. Die städtischen Museen tragen nicht wenig zum internationalen Ruf der Kulturstadt Frankfurt bei. Um manche Ausstellungen etwa im Museum für Moderne Kunst zu sehen, reisen Besucherinnen und Besucher selbst aus den USA an.

In den Häusern aber arbeiten recht kleine Teams mit einer sehr überschaubaren finanziellen Ausstattung. Ohne die Unterstützung durch private Sponsoren und Mäzene wäre die Arbeit der Museen schon lange zum Erliegen gekommen. Seit 2004 gab es überhaupt keine Ankaufsetats aus städtischen Mitteln mehr.

So gesehen, war die Stärkung der Museen, die nun mit dem städtischen Doppelhaushalt 2020/2021 ihren Anfang nehmen soll, schlicht überfällig. Klar ist aber auch, dass der nun beschlossene Ausbau des Personals und der Sachmittel nur ein bescheidener Anfang sein kann.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sowie die Direktorinnen und Direktoren beschworen auch die Bedeutung der Häuser in der Auseinandersetzung mit der neuen Rechten. Doch gerade um diese Herausforderung zu bestehen, muss die Stadt noch mehr tun.

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