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Anderes Klima

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Es wäre nur fair, wenn Fraport sich an den Kosten für einen Bahnanschluss des Terminals 3 beteiligt. OB Feldmann könnte sich dafür stark machen - doch er schweigt. Der Kommentar.

Das Land Hessen hält 31,31 Prozent der Anteile an Fraport, die Stadtwerke Frankfurt 20,16 Prozent. Sie haben die Mehrheit und können bestimmen, dass die Flughafenbetreiberin einen Teil der Kosten für die Schienenanbindung von Terminal 3 übernimmt. Das wäre fair. Denn es sind die Kunden von Fraport, die davon profitieren. Nicht der Steuerzahler. Als Mitglied könnte sich Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) dafür stark machen. Der schweigt beharrlich und auch sonst ist der Einfluss der Politik auf Fraport leider kaum spürbar.

Der Konzern findet einen Bahnhof gut. Sieht sich aber nach wie vor nicht in der Pflicht, einen Teil seiner Profite dafür abzuzwacken. Steht ja so nicht im Planfeststellungsbeschluss, lautet das Argument. Das ist richtig. Aber der stammt aus dem Jahr 2007. Da ahnte noch keiner, dass der öffentliche Nahverkehr boomt, dass immer mehr Menschen in die Metropole drängen, der Klimawandel zu einem der drängenden Probleme des neuen Jahrzehnts wird. Die Zeiten haben sich geändert. Fraport-Chef Stefan Schulte muss seinen Widerstand aufgeben. Sonst sitzt der Mann am falschen Platz.

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